Das Zeitwertkonto: Mehr Zeit für die Familie neben dem Job
Das Zeitwertkonto: Mehr Zeit für die Familie neben dem Job

Eine ausgeglichene Work-Life-Balance zwischen Berufsalltag und Privatleben ist insbesondere für Familien mit Kindern sehr wichtig. Mithilfe von Zeitwertkonten können Arbeitnehmer ein Wertguthaben ansparen, indem sie Mehrarbeit leisten oder Urlaubstage nicht in Anspruch nehmen. Dieses Guthaben zahlt der Arbeitgeber später aus. Es lässt sich zum Beispiel für betriebliche Auszeiten verwenden, unter anderem für eine Elternzeit, eine Pflegezeit oder ein Sabbatjahr. Auch für zwischenzeitliche Teilzeitarbeit oder den Vorruhestand kommt ein Langzeitarbeitskonto infrage.

Das Unternehmen legt die Beträge auf dem Zeitwertkonto an, Versicherer haben entsprechende Finanzprodukte im Angebot. Ein Vorteil besteht darin, dass darauf keine Steuern und Abgaben entfallen. Das erhöht die Chance, mit einer Anlageform wie einem Fonds einen hohen Ertrag zu erzielen. Der Staat fordert erst in der Entnahmephase Steuer- und Abgabezahlungen. Zudem hat der Gesetzgeber festgelegt, dass Arbeitgeber mindestens die eingezahlten Beiträge garantieren müssen. Sie müssen das Wertguthaben zusätzlich gegen eine Insolvenz versichern. Sollte das Beschäftigungsverhältnis enden, erhalten Angestellte die komplette Summe ausgezahlt. Im Todesfall verzeichnen die Erben das Guthaben. Für Arbeitnehmer bestehen somit keine Risiken.

Einen gesetzlichen Anspruch auf dieses flexible Modell gibt es nicht. Sie sind jedoch in einigen Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen vorgesehen, daran gebundene Arbeitgeber müssen die Einrichtung ermöglichen. Liegt keine Regelung vor, sollten sich Arbeitnehmer an ihr Unternehmen wenden. Viele Firmen stimmen zu, da sie mit Zeitwertkonten die Zufriedenheit in ihrer Belegschaft fördern. Auch die positive Außenwirkung des Unternehmens wird gefördert, was ihn als Arbeitgeber bei Fachkräften gefragter macht.

Bild: bigstockphoto.com / VadimGuzhva

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