Die Sandalenlücke: völlig ungefährlich und kein Grund zur Sorge
Die Sandalenlücke: völlig ungefährlich und kein Grund zur Sorge

Schöne Füße sind sexy. Sie sind ein Ausdruck von Gesundheit, von Aktivität, Reinlichkeit und Pflege. Menschen mögen schöne Füße. Aber es gibt einige anatomische Besonderheiten, die immer wieder Sorgen aufkommen lassen. Eine davon ist die sogenannte Sandalenlücke. Das ist eine Lücke, die sich durch die leicht nach außen gestellte Position des großen Zehs zwischen eben jenem und dem zweiten Zeh an jedem Fuß ergibt. Die Lücke heißt so, weil die beiden Zehen von ihren Kollegen rechts beziehungsweise links beim Tragen von Zehenriemensandalen (neudeutsch Flip Flops) durch einen Riemen getrennt werden und so eine Lücke sichtbar wird. Allerdings hat die anatomische Besonderheit mit dem Tragen von modischem Schuhwerk nichts zu tun, die Lücke ist normalerweise angeboren und kann schon durch die Pränataldiagnostik erkannt werden.

Gesundheitliche Nachteile?

Nein, auf keinen Fall. Die gesunde Entwicklung der Füße, Bewegungen wie Laufen, Gehen, Rennen, Hüpfen und Tanzen sind nicht beeinträchtigt. Eine Lücke zwischen dem großen und dem zweiten Zeh ist völlig harmlos, Betroffene brauchen nicht einmal spezielles Schuhwerk. Es ist in den meisten Fällen eine rein ästhetische Entscheidung, wenn die Sandalenlücke operativ korrigiert werden soll, medizinisch ist es schlicht unnötig. Es gibt keine bekannten Fehlhaltungen oder -stellungen, die auf die Sandalenfurche (so ein anderer Ausdruck für die Lücke) zurückgeführt werden.

Warum Pränataldiagnostik?

Die Sandalenfurche ist ein sogenannter Softmarker, also ein mögliches Anzeichen für eine Behinderung. Die Betonung liegt hier auf dem Wort möglich: Die meisten Menschen mit dieser Lücke zwischen den Zehen sind völlig gesund und normal ausgebildet. Wenn viele Softmarker wie beispielsweise fehlgebildete Nieren, Herzfehler oder ähnliches zusammenkommen, ist es möglich, dass sie auf eine genetische Mutation zurückzuführen sind. Die kann nicht behandelt werden, die Kinder werden mit einer Behinderung geboren. Wie schwerwiegend oder unauffällig die ausfallen wird, zeigt sich erst nach der Geburt. Softmarker allein sind kein Indiz für eine Behinderung, erst eine Häufung kann darauf hindeuten.

Bild: © Kurt Bouda / PIXELIO

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Maria
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