Erste Hilfe nach einem Bienenstich
Erste Hilfe nach einem Bienenstich

Gerade wird zwar häufig über das Bienensterben berichtet, aber gottseidank gibt es noch viele der nützlichen Tiere in unseren Breitengraden. Allerdings gibt es auch häufiger unliebsame Begegnungen mit dem Insekt und es muss ein Bienenstich schnell und effizient behandelt werden.

Stachel schnell entfernen

Wie ist nach einem Bienenstich Erste Hilfe zu leisten? Das wichtigste und oberste Gebot ist es, direkt nach dem Stich, den in der Haut steckenden Stachel zu entfernen. Die Biene verliert beim Stechen ihren kompletten Stechapparat, d.h. am Ende des Stachels befindet sich auch noch die mit Gift gefüllte Blase. Achten Sie beim Entfernen des Stachels darauf, dass diese Blase nicht platzt, denn dann tritt noch mehr Gift aus. Der Stachel lässt sich am besten mit einem spitzen Fingernagel oder einer Scheckkarte entfernen.

Kälte oder Hitze – beides hilft

Ist der Stachel entfernt, kann man den Stich am einfachsten mit Kälte oder Hitze behandeln. Eine Kältekompresse aus Eiswürfeln sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße schnell zusammenziehen und das Gift nicht mehr transportiert werden kann. Hitze wirkt anders: Da das Eiweißgift der Biene ab ca. 50 Grad zerstört wird, kann man durch Auflegen eines sehr heißen Gegenstandes das Gift neutralisieren.

Auch Zahncreme ist ein Hausmittel

Viele Hausmittel haben den Ruf, gegen Bienenstiche zu helfen. Am verbreitetsten sind die Zwiebel, die roh oder als Püree aufgetragen wird. Auch ein in Weinessig getränkter Lappen kann Linderung verschaffen oder probieren Sie es durch Einreiben mit Honig, Zahncreme oder einer in Wasser aufgelösten Schmerztablette. Natürlich sollte man den Stich nicht aufkratzen. Da gerade kleine Kinder schwer davon abzubringen sind, kann es  helfen, eine juckreizlindernde Salbe aus der Apotheke aufzutragen.

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Vorsicht bei allergischen Reaktionen

In der Regel sollten die Beschwerden eines Bienenstiches nach 3-4 Stunden komplett verklungen sein. Sollten sich jedoch allergische Reaktionen wie ungewöhnlich großes Anschwellen des Stichs, das Bilden großer Quaddeln, Atemnot, Erbrechen oder Kreislaufprobleme, die bis hin zur Bewusstlosigkeit gehen können, einstellen, dann ist schnellstens ein Arzt aufzusuchen bzw. der Notarzt zu rufen.

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