FamilienhelferIn: Ausbildung, Voraussetzungen, Tätigkeiten
FamilienhelferIn: Ausbildung, Voraussetzungen, Tätigkeiten

Sozialpädagogische Familienhelferinnen und -helfer springen da ein, wo sie am nötigsten gebraucht werden – in überforderten und überlasteten Familiensituationen, häufig auf Verlangen des Jugendamts hin. Sie helfen, indem sie betroffenen Familien Hilfe zur Selbsthilfe leisten und diese über einen längeren Zeitraum betreuend begleiten. Nicht nur angesichts der aktuellen Zahlen zur Kindeswohlgefährdung in Deutschland handelt es sich um einen besonders wichtigen und gefragten Beruf.

Wissenswertes

Nach ihrer Ausbildung werden Familienhelfer eingesetzt, wenn das Jugendamt eine Gefährdungssituation feststellt. Dann bieten sie den Eltern Hilfestellung im Alltag, beschäftigen sich mit den Kindern, nehmen an gemeinsamen Unternehmungen teil und haben ein Auge auf Anzeichen von Misshandlung oder Missbrauch. Das kann ein sehr erfüllender, aber auch sehr belastender Beruf sein, da man immer mit kompolizierten oder auch unlösbaren Situationen konfrontiert werden kann. Eine sehr interessante Reportage über den Berufsalltag der Familienhilfe findet sich bei der Brigitte.

Voraussetzungen

Um Familienhelfer zu werden benötigt man neben einem Gewerbeschein auch ein erweitertes Führungszeugnis, in dem keine Einträge vorhanden sein sollten. Persönliche Voraussetzungen sind vor allem Belastbarkeit und Toleranz, soziales Engagement sowie die Liebe zur Arbeit mit Menschen. Wie Sie in wenigen Schritten ein Kleingewerbe anmelden können und welche gesetzlichen Vorschriften beachtet werden müssen, erfahren Sie auf der Website www.kleingewerbe.net.

Ausbildungswege

Familienhilfe ist keine Tätigkeit, die in einer klassischen Berufsausbildung erlernt werden kann. Ein Weg zur Familienhelferin ist die Ausbildung an einer Fachschule für Sozialbetreuungsberufe, die 2-4 Jahre in Anspruch nimmt. Um dort aufgenommen zu werden, muss eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem geeigneten Bereich (z.B. in hauswirtschaftlicher oder sozialer Richtung) vorgewiesen werden.

Jedoch gibt es auch andere Möglichkeiten, Familienhelferin zu werden. Die Ausbildung an einer (Fach-)Hochschule, also ein (Fern-)Studium, ist die beste Voraussetzung für einen Einstieg in diesen Beruf. Viele Familienhelfer-/innen weisen ein abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik auf – idealerweise mit einer Zusatzqualifikation im Bereich der Familientherapie. Doch auch ein Studium der sozialen Arbeit oder Psychologie kann einen Einstieg in die Tätigkeit darstellen.

Bild: bigstockphoto.com / Patrick Foto

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