Wechseljahre: Hormonpflaster drauf und gut?
Wechseljahre: Hormonpflaster drauf und gut?

Glücklich diejenigen Frauen, die ohne nennenswerte Symptome durch die Wechseljahre kommen. Sie werden von ihren Geschlechtsgenossinnen, die sich mit unangenehmen Auswirkungen herumschlagen, nicht selten beneidet. Tatsächlich hilft mancher Betroffenen nur ihr Hormonpflaster durch die Wechseljahre – doch es gibt Zweifel an dieser Therapie.

Was geschieht im Klimakterium?

Ungefähr zwischen 40. und 50. Lebensjahr stellt der Körper die Produktion weiblicher Hormone schleichend ein. Die durch diese Umstellung hervorgerufenen klimakterischen Beschwerden können sich durch innere Unruhe, Erschöpfung, Reizbarkeit, Schlafstörungen und Hitzewallungen äußern. Geklagt wird auch über Gewichtszunahme, Schmerzen in Muskeln und Gelenken oder Herzrasen. Betroffenen bieten sich zahlreiche Therapiemöglichkeiten an.

Hilfe aus dem Pflanzenreich

Für Frauen mit Wechseljahresbeschwerden halten die Apotheken eine große Auswahl rezeptfreier Mittel bereit, die die Symptome auf natürlicher Basis lindern sollen. Doch bisher ist deren Wirksamkeit oft fraglich. Bei Kräutertees gestaltet sich zudem die Dosierung schwierig. Sogar bei als fertige Zubereitungen angebotenen Medikamenten, die wegen der nicht belegten Wirksamkeit meist als Nahrungsergänzungsmittel deklariert sind, sind Nutzen und Nebenwirkungsfreiheit meist nicht sichergestellt. Generell sollten Frauen deshalb jede längerfristige Einnahme solcher Mittel mit ihrem Gynäkologen abklären.

Hormonelle Therapie nur auf ärztliche Empfehlung

Die Behandlung durch Hormongaben galt vor allem bei lästigen Hitzewallungen jahrelang als die Lösung schlechthin. Doch 2002 belegten Studien eine deutliche Risikoerhöhung in Bezug auf Krebs, Thrombosen und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Derzeit wird die Wirkung niedriger dosierter Hormonpflaster erforscht, doch selbst sie werden Frauen vorerst nur bei besonders hohem Leidensdruck und unter regelmäßiger Kontrolle verordnet. Zunächst sollten Betroffene versuchen, ihre Symptome durch gesunde Ernährung, Sport oder Entspannungsverfahren auf natürliche Weise in den Griff zu bekommen. Auch können klärende Gespräche mit dem direkten Umfeld helfen. Bleiben einzelne Beschwerden besonders störend, können diese gezielt behandelt werden. So hilft bei Stimmungsschwankungen manchmal schon eine kurze psychotherapeutische Beratung. Interessante Artikel aus dem Bereich Lebensberatung lesen Sie auf www.iflebenskunde.de.

Bild: bigstockphoto.com / Fascinadora

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