Windpocken: Unangenehm und doch ungefährlich
Windpocken: Unangenehm und doch ungefährlich

Die Windpocken (Varizellen) gehören zu den häufigsten Kinderkrankheiten. Kaum eines der Kleinen bleibt vor ihnen verschont, denn die Ansteckungsgefahr ist groß. Der Virus wird durch Tröpfcheninfektion weitergegeben, und das schon vor dem Auftreten der ersten Symptome beim Erkrankten. Das Kind zu schützen, ist also schwierig. Die Inkubationszeit beträgt bis zu 14 Tage. Der Krankheitsverlauf ist bei ansonsten gesunden Kindern in der Regel mild, nur im ersten Lebensjahr und nach dem 14. Lebensjahr drohen verstärkt Komplikationen.

Das Schlimmste ist der Juckreiz

Die Krankheit ist leicht zu erkennen. Unzählige wassergefüllte Bläschen bedecken den gesamten Körper, die nach kurzer Zeit aufplatzen und später verkrusten. Eine kurze Fieberphase zu Beginn gehört zum üblichen Verlauf. Der Juckreiz ist stark bis annähernd unerträglich, kann jedoch durch spezielle Medikamente deutlich gesenkt werden. Das erleichtert nicht nur die Situation des erkrankten Kindes, es verhindert auch, dass die Bläschen permanent aufgekratzt werden. Sekundärinfektionen könnten dann die Folge sein. Es empfiehlt sich, die Fingernägel sicherheitshalber möglichst kurz zu schneiden. Auch wenn die Hinweise eindeutig erscheinen, sollte die Diagnose doch immer von einem Arzt bestätigt werden, der dann die Behandlung festlegt.

Impfen oder nicht?

Die Therapie gilt den Symptomen und nicht dem Virus. Medikamente und Lotionen dämpfen den Juckreiz. Zudem sind Bettruhe und Isolation angebracht. Ansteckend ist die Krankheit, solange sich Bläschen zeigen. Erst nach ihrem vollständigen Verkrusten ist die Gefahr für die Umgebung gebannt. Heute werden Schutzimpfungen angeboten, die jedoch nicht zwingend notwendig sind. Sie helfen allerdings, die Verbreitung dieser Kinderkrankheit deutlich zurückzudrängen. Seit 1995 wird in den USA flächendeckend geimpft, die Krankheitsfälle sind dadurch um 80% zurückgegangen.

Bild: © Aka / PIXELIO

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Maria
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