Babywäsche: Flecken schnell entfernen

Milch, Spucke, Brei und Stuhl verschmutzen Babykleidung schnell. Spülen Sie frische Flecken möglichst bald aus. Milch und andere eiweißhaltige Flecken behandeln Sie zuerst mit kaltem Wasser, denn Wärme kann das Eiweiß im Stoff festsetzen.

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Behandeln Sie Flecken vor dem Waschen gezielt. Sortieren Sie die Kleidung nach Farbe und Material und richten Sie Temperatur und Waschprogramm nach dem Pflegeetikett.

Flecken sofort behandeln

Nehmen Sie feste Reste vorsichtig mit einem Löffel oder Tuch ab, ohne den Fleck tiefer in den Stoff zu reiben. Spülen Sie Milch, Spucke und Milchstuhl von der Rückseite mit kaltem Wasser aus. Bei eiweißhaltigen Flecken kann eine Behandlung über 40 °C das Eiweiß gerinnen lassen.

Bei anderen frischen Flecken hilft oft Wasser mit etwas Seife, sofern das Pflegeetikett die Behandlung zulässt. Gallseife ist eine weitere Möglichkeit bei fett-, eiweiß- und farbstoffhaltigen Flecken. Tragen Sie sie nach Anleitung auf der Packung auf und prüfen Sie empfindliche oder farbige Stoffe zuerst an einer unauffälligen Stelle.

Karotten- und Breiflecken spülen Sie zunächst möglichst bald aus. Bei hartnäckigen Verfärbungen empfiehlt sich Babyöl zur Vorbehandlung. Prüfen Sie dabei das Pflegeetikett und testen Sie das Mittel an einer verdeckten Stelle. Eingetrocknete Flecken brauchen manchmal eine erneute, schonende Behandlung. Wenn nach dem Waschen noch etwas zu sehen ist, behandeln Sie den Fleck vor dem nächsten Waschgang erneut, statt sofort eine höhere Temperatur zu wählen.

Wäsche passend sortieren

Trennen Sie Weißwäsche, Buntwäsche, Feinwäsche sowie Wolle und Seide. So können Sie ein passendes Waschmittel und Programm wählen. Vollwaschmittel eignet sich für weiße oder helle Textilien; für bunte Kleidung verwenden Sie Colorwaschmittel, damit die Farben geschont werden.

Dosieren Sie das Waschmittel nach Wäschemenge, Wasserhärte und Verschmutzung. Mehr Waschmittel entfernt Flecken nicht automatisch besser. Dosieren Sie Waschmittel für vorbehandelte Kleidung nicht automatisch wie für stark verschmutzte Wäsche.

Temperatur nach Etikett wählen

Für die Vorbehandlung von Milch- und anderen Eiweißflecken nehmen Sie kaltes Wasser. Die Temperatur des anschließenden Waschgangs richtet sich nach dem Pflegeetikett des Kleidungsstücks. Das Pflegeetikett bestimmt die Temperatur des ganzen Waschgangs, auch wenn Sie den Fleck zuvor kalt ausgespült haben.

Das Umweltbundesamt nennt in einem 2015 aktualisierten Ratgeber für leicht oder normal verschmutzte Buntwäsche meist 20 bis 30 °C und für Weißwäsche in der Regel 40 °C. Babykleidung muss deshalb nicht grundsätzlich bei 60 °C oder heißer gewaschen werden. Auch eine Vorwäsche ist bei heutigen Waschmitteln im Allgemeinen entbehrlich.

Ein regelmäßiger 60-Grad-Waschgang mit bleichmittelhaltigem Vollwaschmittel dient der Pflege der Waschmaschine. Verbraucherzentrale und Umweltbundesamt empfehlen ihn etwa einmal im Monat. Das ist keine Vorgabe, alle Kleidungsstücke des Babys so heiß zu waschen. In einem gesunden Privathaushalt brauchen Sie keine zusätzliche Wäschedesinfektion mit Hygienespülern.

So waschen Sie Babykleidung

Gehen Sie der Reihe nach vor: Nehmen Sie grobe Reste vorsichtig ab, spülen Sie den Fleck passend aus und behandeln Sie ihn bei Bedarf vor. Danach sortieren Sie das Kleidungsstück, wählen Waschmittel und Programm nach Farbe, Material und Pflegeetikett und prüfen den Fleck nach dem Waschen. Bleibt eine Verfärbung zurück, wiederholen Sie die schonende Vorbehandlung. Bei ansteckenden Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem klären Sie besondere Hygienemaßnahmen ärztlich ab.

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