Aktivurlaub und Sporturlaub mit Kindern – worauf muss man achten?

Bei einem Schwimmkurs ein Schwimmabzeichen machen, Tauchen lernen, mit Tennis beginnen, in Golf reinschnuppern, Fußball spielen? Oder lieber Freizeitpark, Wandern, Klettern, Radfahren und Segeln? Für den Urlaub mit Kindern gibt es eine unendliche Vielzahl an Möglichkeiten. Grenzen setzen da zum einen höchstens der eigene Geldbeutel, zum anderen mindestens die eigenen Bedürfnisse. Was aber gar nicht geht, ist ins Sporthotel reisen und die Kinder in der Kinderbetreuung abgeben.

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Aktivurlaub
  • Herbert Knebel
  • Spassgesellschaft!
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  • Veröffentlicht am 26.02.2010

Wohin kann man am besten mit Kindern reisen? Am besten erst mal Tabula rasa machen und überlegen, wer was am liebsten macht, wer Ruhe und Entspannung benötigt und wer lieber den ganzen Tag herumtobt; vorher bedenken, welche Reiseumstände den Kindern zuzumuten sind. Eine spannende Rundreise mit Jeep und Zelt durch das faszinierende Namibia in Afrika ist sicherlich ein unvergesslicher Aktivurlaub – für größere Kinder, die Wildtiere erleben, im Freien auf tollen Campingplätzen schlafen, mit den Eltern zelten und Sandboarden können, zweifellos spektakulär. Für Kleinkinder und Babys sind insbesondere die mitunter langen Autofahrten auf teils unbefestigten Pisten, also besonders ruckeligen Straßen, hingegen nicht das Richtige.

Für besonders sportliche Eltern lohnt sich auch ein Blick in die bekannten Laufblogs, wo sich Tipps für lokale Laufveranstaltungen in der Urlaubsregion finden. So können die Eltern dann einen umfangreicheren Streckenabschnitt über 10km oder sogar mehr absolvieren, während die Kinder mit einer Medaille vom Kinderwettbewerb aus dem Urlaub zurückkehren können.

Weniger ist mehr – das gilt auch und vor allem für einen Urlaub mit Kindern. Eigentlich geht es ja auch darum, gemeinsam Urlaub zu machen, um miteinander Zeit zu verbringen. Kinder freuen sich, wenn Eltern endlich nicht mehr gestresst sind, sondern Zeit für sie haben. Gemeinsame Radtouren beispielsweise im kinderfreundlichen Österreich sind eine tolle Idee, da eigentlich jeder aufs Rad steigen kann und die Allerkleinsten es lieben, im Kindersitz oder im Anhänger durch die Gegend gefahren zu werden. Das geht allerdings nur, wenn die Radwege etwa schön entspannt und ohne zuviel Steigungen um einen idyllischen See führen, wo man auch gleich baden kann. Das geht auch nur, wenn alle ungefähr dieselbe Geschwindigkeit drauf haben und wenn Papa keine Bestzeiten auf dem Rennrad fahren will. Für diesen Fall lässt man Papa am besten mit einer besonders gut isolierenden Kühltasche in den nächsten Ort vorausfahren, um in Bestzeit Eis und Limonade zu holen, während man es selbst sich an einer kleinen Bucht gemütlich macht. Wenn man dann Eis schleckt, darf Papa sich abkühlen – man ist ja kein Unmensch.

Eine Möglichkeit ist auch: Man setzt sportliche Themen und versucht, daraus einen Urlaub für alle zu basteln. Wem das zu schwer ist, der kann auch Reiseveranstalter in Anspruch nehmen, die sich auf die Konzeption von Eltern-und-Kind-Reisen spezialisiert haben. Die haben tolle Ideen, etwa auf Hüttentour durch Österreich wandern, auf malerischer Tour durch Frankreich reiten, auf Harry Potters Spuren eine Burgentour durch England machen, mit einem Hausboot auf Hollands Kanälen schippern und Pankoeken essen, durch Menorca wandern, ein Fußballcamp am Gardasee besuchen oder Teamtauglichkeit auf einem Segeltörn testen.

Das Gute liegt nah – denn viele Kinder haben für den Urlaub mit ihren Familien eines ganz oben auf ihrer Wunschliste: raus aufs Land. Das muss nicht weit weg sein. Ob Aktivurlaub auf dem Bauernhof, einem Meierhof, wo auch Kinder säen, pflanzen, ernten und kochen können, oder einem Künstlerhof, wo man selbstverständlich Tiere, aber auch Malen oder Plastizieren mit Holz, Ton und Stein erleben kann.

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