Einschulungsrituale rund um die Welt

Die Schule hat begonnen – in den ersten Bundesländern warnen gelbe Westen und Aufkleber bald wieder die Autofahrer vor den I-Dötzchen auf ihrem ersten Schulweg. Leichte und verkehrssichere Scout Schulranzen mit Motiven, die bei den Kleinen angesagt sind, gehören hierzulande ebenso zum Schulanfang wie die Schultüte und, vor allem in Ostdeutschland, eine große Feier mit Familie und Freunden.

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Der erste Schultag ist für die meisten Kinder ein besonderer Tag – nicht nur bei uns. Doch nicht in allen Ländern wird er groß gefeiert. So gibt es beispielsweise in Frankreich, Spanien, den USA oder Nigeria keine besonderen Traditionen und Rituale zur Einschulung. Gehen wir gemeinsam auf eine kleine Reise, um Traditionen und Einschulungsrituale weltweit zu erkunden.

Nyūgakushiki in Japan

In Japan beginnt das Schuljahr schon im April, wenn die Kirschbäume blühen. Die neuen Schülerinnen und Schüler werden mit einer Einführungszeremonie begrüßt, die Nyūgakushiki genannt wird. Übersetzt heißt das etwa „Beitrittszeremonie“. An diesem Tag tragen die Kinder meist eine schwarze Schuluniform mit weißem Kragen und einer Krawatte oder Schleife. Abgesehen davon verläuft der erste Schultag ähnlich wie bei uns: Die Zeremonie findet in der Turnhalle oder auf dem Schulhof statt, wo Schulleitung und Lehrer die Kinder willkommen heißen. Die Eltern gratulieren den Kindern und wünschen ihnen viel Erfolg und Spaß. Danach werden die Kinder in ihre Klassen eingeteilt und lernen ihre Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer kennen. Traditionell bekommen Schulkinder zu ihrem ersten Schultag in Japan einen speziellen Schulrucksack geschenkt, den Randerosu. Er ist aus stabilem Material gefestigt, damit das Kind ihn viele Jahre verwenden kann.

Vidyāraṃbhaṃ, Akṣara Abhyāsam und Mut̬al Eḻuttu in Indien

In Indien hat der erste Schultag oft eine religiöse Komponente, ein wenig vergleichbar mit unseren christlichen Gottesdiensten zur Einschulung. Morgens essen Kinder in Indien zunächst einen besonderen Joghurt, der ihnen Glück bringen soll. Die drei Begriffe im Titel bezeichnen alle dieselbe hinduistische Zeremonie, die den Beginn einer formalen Ausbildung der Kinder markiert. Wörtlich übersetzt bedeuten sie Eröffnen der Studien, Wiederholen der Wörter und erstes Wort. Eine passende Beschreibung, denn den Kindern wird vor allem beigebracht, wie sie die ersten Buchstaben des Alphabets schreiben sollen. Dazu werden sie von ihren Eltern oder Großeltern zu einem Tempel oder einer Schule gebracht, wo ein Priester oder eine Lehrkraft sie anleitet, die Buchstaben auf einem Teller mit Reis oder Sand zu schreiben – vergänglich wie bei uns früher die ersten Übungen mit dem Griffel auf einer kleinen Schultafel. Dabei werden auch Gebete und Segnungen gesprochen.

Große Hüte in Australien

In Australien beginnt das Schuljahr im Januar oder Februar. Für alle Kinder besteht die Pflicht, eine Schuluniform zu tragen – so soll das Gemeinschaftsgefühl zwischen den Schülern gestärkt werden. Spezielle Einschulungsrituale gibt es Down Under nicht. Eine Besonderheit stellen für die Erstklässler aber sicher die oft breitkrempigen Hüte dar, die häufig zur Schuluniform gehören und ohne die die Kinder das Schulgebäude nicht verlassen dürfen. Die sogenannte „No hat, not play“-Vorgabe dient dem Schutz vor der Sonne. Eine Zuckertüte gibt es in Australien normalerweise nicht – diese ist hauptsächlich im deutschsprachigen Raum (in Deutschland, Österreich und immer mehr auch in der Schweiz) verbreitet.

Bild: Bigstockphoto.com / AleksandFinch

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