Die erste 6-Fach-Impfung des Babys

Impfung beim Baby

Nach der Vollendung des zweiten Lebensmonats findet die erste große Impfung am Baby statt. Es handelt sich um eine gleichzeitige Immunisierung gegen folgende 6 Infektionskrankheiten: Tetanus (Wundstarrkrampf), Polio (Kinderlähmung), Pertussis (Keuchhusten), Diphterie, Hepatitis B und HiB (Haemophilus influenzae Typ B).

Eingeimpft: Familie mit Nebenwirkungen
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Eingeimpft: Familie mit Nebenwirkungen
  • Sieveking, David (Autor)
  • 320 Seiten - 20.08.2018 (Veröffentlichungsdatum) - Verlag Herder (Herausgeber)

Was bewirkt die Impfung?

Babys sollen einen Abwehrschutz gegen mehrere lebensgefährliche Infektionskrankheiten aufbauen, damit sie gar nicht erst krank werden. Durch die Impfung wird das Baby mit abgeschwächten oder toten Erregern in Kontakt gebracht. Sofort beginnt das kindliche Immunsystem, Abwehrkörper gegen die geimpften Krankheitserreger zu bilden. Das führt dazu, dass bei einer Ansteckung mit Erkrankungen, gegen die geimpft worden ist, sofort Abwehrkörper vorhanden sind, die eindringende Krankheitserreger zunichte machen können. Impfungen haben dazu geführt, dass Infektionen, die früher oft tödlich für ein Kind ausgingen, heute keine Bedrohung mehr sind. Die lebensbedrohliche Pocken-Erkrankungen konnte sogar ausgerottet werden.

Impfung bedeutet höchste Alarmstufe für das Immunsystem

Durch eine Mehr-Fach-Impfung wird das kindliche Immunsystem zur absoluten Höchstleistung angetrieben. Es muss in diesem Fall gegen sechs verschiedene schwere Erkrankungen gleichzeitig Abwehrkörper bilden. Dieser Vorgang wird noch durch Zugabe von Aluminium im Impfstoff unterstützt. Das bedeutet harte Arbeit für den kleinen Körper. In dieser Zeit kann es sein, dass das Baby mehr schlafen muss und nur leichte Ernährung verträgt. Unter Umständen rutscht auch das Gewicht kurzfristig unter den in der Gewichtstabelle angegebenen Wert.

Es stellt sich die Frage, ob das solchermaßen hochgeputschte Immunsystem nach Beendigung der Abwehrkörperbildung überhaupt noch auf den Normalzustand herunterfahren kann. Wenn nicht, reagiert es nicht nur auf Krankheitserreger, sondern auch auf harmlose Stoffe mit starker Abwehr. Das nennt man dann Allergie. Eventuell überfordert man das kindliche Immunsystem mit Mehrfachimpfungen. Es ist von Natur aus kaum darauf eingerichtet, mit so vielen Krankheiten gleichzeitig fertig zu werden, da eine Ansteckung mit sechs oder acht schweren Infektionen gleichzeitig ziemlich unwahrscheinlich ist.

Impfentscheidung nicht leicht machen

Es spricht viel für eine Impfung, aber auch viel dagegen. Wenn möglich, sollte nicht gegen mehrere Krankheiten gleichzeitig, sondern nacheinander geimpft werden. Das wäre viel schonender für das Kind. Verantwortungsvolle Mütter sollten sich vor der Impfung gut informieren und die Impfentscheidung nicht allein dem Kinderarzt überlassen, da sie und ihre Kinder eventuelle Nachteile tragen müssen.

familien-frage.de

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