Körperliche Aktivität im Alter

Regelmäßige Bewegung hat erheblichen Einfluss auf das Wohlbefinden und die physische wie psychische Gesundheit eines Menschen. Je nach Beruf und Tagesablauf lässt sich Bewegung mehr oder minder gut in den Alltag einbauen. Körperliche Aktivität sollte immer einen hohen Stellenwert im Leben erhalten. Auch oder besonders dann, wenn durch fortschreitendes Alter die Beweglichkeit bereits eingeschränkt ist und Aktivitäten zunehmend schwerer fallen.

Durch körperliche Aktivitäten kann das Leben unter Umständen verlängert werden. Vor allem aber hilft Bewegung älteren Menschen, möglichst lange ein selbstständiges und erfülltes Leben zu führen. „Durch regelmäßige Anstrengungen kann die Lebensqualität erheblich verbessert werden. Unternehmungslust fordert und fördert nicht nur den Bewegungsapparat, sondern hilft auch, den Kontakt zu anderen nicht zu verlieren“, sagt eine erfahrene 24-h-Pflegekraft.

Vorbereitung auf körperliche Aktivität

Zunächst sollte der individuelle Gesundheitszustand des Einzelnen berücksichtigt werden. Eine Untersuchung beim Hausarzt gibt Aufschluss über den aktuellen Gesundheitszustand. Wer keine körperlichen Einschränkungen hat, kann in der Regel sofort loslegen. Bereits ein täglicher, flotter Spaziergang von 30 Minuten kann für erste positive Effekte sorgen. Das trainiert den Herzmuskel, hilft, die Ausdauer zu verbessern und ist die Grundlage, um auch in hohem Alter die Treppen bis in den fünften Stock noch mühelos meistern zu können.

Wer Einschränkungen im Bewegungsapparat hat, sollte sich zunächst beraten lassen, welche Sportarten grundsätzlich in Frage kommen. Hier helfen Infodienste der Krankenkassen, Ärzte oder Physiotherapeuten weiter. Auch eine Beratung in einem Fitnessstudio kann sehr hilfreich sein.

Grundsätzlich förderlich sind alle Sportarten, die das Herz- Kreislaufsystem stärken und für eine gute Beweglichkeit sorgen. Aber auch leichte Kraftübungen kommen in Frage. Ein Einstieg gelingt mit Spazierengehen oder Walking, auch langsames Joggen ist ein guter Start. Schwimmen oder Aqua-Jogging ist das ideale Training, um das Herz zu stärken, dabei aber Knochen und Gelenke zu schonen.

Vom ersten Schritt zur Regelmäßigkeit

Wer seine Gesundheit im Alter verbessern möchte, sollte regelmäßig trainieren. Ein guter Vorsatz allein genügt nicht. Mindestens drei Trainingseinheiten pro Woche wären ratsam. 10 bis 30 Minuten reichen aus und sind in nahezu jeden Tagesablauf integrierbar. Am sinnvollsten ist zu Beginn ein persönlicher Trainingsplan, der Zeitpunkt, Art und Dauer der Aktivität festhält. Nach jeder erfolgreich absolvierten Aktion kann im Plan ein Häkchen gesetzt werden, so dass der persönliche Erfolg nicht nur spürbar, sondern auch schwarz auf weiß sichtbar wird. Das motiviert zum Durchhalten bis die regelmäßige Bewegung zur Routine geworden ist.

Risiko einschätzen

Ältere Menschen sollten sich zwar fit halten, aber Abstand von gefährlichen oder zu anstrengenden Sportarten nehmen. Zwar kann der Reiz groß sein, im Alter noch einmal einen Marathon zu laufen, aber das Verletzungsrisiko und somit der vorübergehende Komplettverlust der Bewegungsfähigkeit ist recht hoch. Verletzungen wie Knochenbrüche oder verletzte Sehnen und Bänder können das Training von und für Wochen oder gar Monate zunichtemachen. Eine angemessene Risikoeinschätzung hilft, die richtige Sportart zu finden und das Trainingsmaß festzulegen.

Physisch und psychisch gesund durch körperliche Aktivität

Bewegung hilft, körperlich und geistig fit zu bleiben. Sie sollte ein wesentlicher Bestandteil des Alterns sein, denn körperliche Aktivität sorgt dafür, dass die Selbstständigkeit und damit eine hohe Lebensqualität im Alter erhalten bleiben. Leichtes Ausdauertraining und moderate Kraftübungen können chronischen Erkrankungen vorbeugen und das Sturzrisiko auf Grund von Muskel- und Kraftverlust. senken.

Bild: bigstockphoto.com / auremar

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