Eine plötzlich gespannte oder schmerzende Stelle an der Brust kann beim Stillen ein Zeichen für einen Milchstau sein. Typisch sind eine örtliche Verhärtung oder Druckempfindlichkeit. Bei Fieber, Schüttelfrost oder starkem Krankheitsgefühl wenden Sie sich zeitnah an eine Ärztin oder einen Arzt.
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Stillen Sie wie gewohnt nach Bedarf. Kühlen Sie die Brust zwischen den Stillmahlzeiten bei Bedarf und vermeiden Sie kräftiges Massieren. Eine Hebamme oder Stillberaterin kann prüfen, ob Ihr Baby gut angelegt ist und genug Milch trinkt.
Woran Sie einen Milchstau erkennen
Ein Milchstau zeigt sich häufig an einer einzelnen gespannten, schmerzhaften oder druckempfindlichen Stelle, an der Sie eine Verhärtung oder einen Knoten ertasten können. Manchmal ist die Haut gerötet oder fühlt sich wärmer an. Die Beschwerden bleiben zunächst oft auf die Brust begrenzt.
Diese Zeichen zeigen nicht sicher, was die Beschwerden verursacht. Wenn Sie sich insgesamt krank fühlen, Fieber oder Schüttelfrost bekommen oder die Schmerzen zunehmen, lassen Sie sich ärztlich beraten. Eine Brustentzündung kann ähnliche Beschwerden verursachen. Eine Ärztin oder ein Arzt sollte sie deshalb beurteilen.
Milchstau lindern
Stillen Sie weiter nach Bedarf und bieten Sie die betroffene Brust wie gewohnt an. Versuchen Sie nicht, sie durch besonders häufiges Anlegen oder zusätzliches Abpumpen vollständig zu entleeren. Wird die Brust sehr prall oder kann Ihr Baby vorübergehend nicht trinken, streichen Sie von Hand nur so viel Milch aus, dass der Druck nachlässt oder das Anlegen leichter wird.
Kühlen Sie die Brust zwischen den Stillmahlzeiten, wenn sich das angenehm anfühlt. Ein kühler Umschlag kann Schmerzen und Schwellung lindern. Wärme ist keine Pflicht: Eine kurze, milde Wärmequelle oder eine warme Dusche vor dem Stillen kann angenehm sein, wenn sie Ihnen hilft. Verzichten Sie auf lang anhaltende oder starke Wärme, wenn sie die Beschwerden verstärkt.
Drücken oder kneten Sie die verhärtete Stelle nicht kräftig. Tiefe Massage und vibrierende Geräte können das Gewebe zusätzlich reizen. Falls Berührung angenehm ist, bleiben Sie bei sanften, schmerzfreien Bewegungen. Ruhen Sie sich außerdem aus und bitten Sie nach Möglichkeit um Unterstützung im Alltag.
Wann Sie bei Milchstau Hilfe brauchen
Suchen Sie zeitnah ärztlichen Rat, wenn Fieber, Schüttelfrost oder ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl dazukommen, die Schmerzen stärker werden oder Sie sich zunehmend schlechter fühlen. Bei deutlicher Verschlechterung warten Sie nicht ab.
Wenn sich die Beschwerden innerhalb von etwa 24 Stunden nicht bessern, wenden Sie sich ebenfalls an eine Ärztin, einen Arzt oder Ihre Hebamme. Eine Stillberaterin oder Hebamme kann außerdem mit Ihnen prüfen, ob Ihr Baby gut angelegt ist und ob die Stillposition passt. Das ist hilfreich, wenn Ihr Baby an der betroffenen Brust schlecht trinken kann oder der Milchstau wiederkehrt.
