Wie Babys schlafen und trinken: Zusammenhänge im Alltag

In den ersten Monaten wechseln Babys häufig zwischen Schlafen, Wachsein und Trinken. Der Schlaf- und Trinkrhythmus entwickelt sich noch und ist von Kind zu Kind verschieden. Einen festen Stundenplan für alle gibt es deshalb nicht.

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Hunger kann Babys wecken; beim Trinken schlafen sie häufig wieder ein. Achten Sie auf mehrere Anzeichen, um einzuschätzen, ob Ihr Baby genug trinkt und sich gut entwickelt. Eine einzelne Schlaf- oder Trinkphase sagt darüber wenig aus.

Kurze Schlafphasen sind normal

Neugeborene schlafen meist in kurzen Abschnitten und wachen auch nachts auf. In den ersten drei Lebensmonaten schlafen Babys im Durchschnitt etwa 16 bis 18 Stunden innerhalb von 24 Stunden. Die Zahl dient nur zur Orientierung: Wie viel Schlaf ein Baby braucht, ist unterschiedlich und verändert sich mit dem Alter.

Auch ein längerer Schlafabschnitt bedeutet nicht, dass der Rhythmus nun gleich bleibt. Schlaf und Wachsein entwickeln sich nach und nach. Wenn sich die Schlafphasen verändern, ist das für sich genommen kein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt.

Trinken folgt keinem festen Takt

In den ersten Lebenswochen sind acht bis zwölf Stillmahlzeiten innerhalb von 24 Stunden eine verbreitete Orientierung. Babys trinken jedoch unterschiedlich häufig und lange. Manche trinken in kurzen, regelmäßigen Abständen; andere möchten zeitweise besonders oft trinken und schlafen danach länger.

Wenn Babys zeitweise besonders oft trinken, nennt man das Clusterfeeding. Das kann vor allem in den ersten Wochen vorkommen und auch später wieder auftreten. Die Zahl der Mahlzeiten allein sagt nicht sicher aus, ob ein Baby genug bekommt. Achten Sie darauf, wie Ihr Baby trinkt, wie es sich danach verhält und wie sich sein Gewicht entwickelt. Auch beim Füttern mit der Flasche ist es sinnvoll, Hunger- und Sättigungssignale zu beachten, statt einen starren Zeitplan abzuarbeiten.

Auf Hunger und Sättigung achten

Frühe Hungerzeichen können Suchbewegungen, Schmatzen oder Saugen an den Fingern sein. Weinen tritt eher spät auf und kann verschiedene Gründe haben. Ein einzelnes Zeichen sagt deshalb nicht immer eindeutig, was Ihr Baby braucht.

Beim Trinken deuten langsameres Saugen, Loslassen der Brust oder des Saugers und ein entspannter Eindruck auf Sättigung hin. Manche Babys schlafen beim Trinken ein. Das kann mit Sättigung zusammenhängen, bedeutet aber nicht in jedem Fall, dass die Mahlzeit beendet ist. Wenn Ihr Baby regelmäßig sehr früh an der Brust einschläft und Sie unsicher sind, ob es genug trinkt, sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder einer Stillberatung. Eine andere Stillposition kann in manchen Fällen helfen, das Baby wacher zu halten.

Nächtliches Aufwachen einordnen

In den ersten sechs Lebensmonaten ist mindestens ein nächtliches Aufwachen normal. Hunger ist ein möglicher Grund, aber nicht jeder Wachmoment bedeutet automatisch, dass Ihr Baby trinken möchte. Beobachten Sie seine Signale und bieten Sie Nahrung an, wenn es danach sucht oder trinken möchte.

Studien zeigen kein eindeutiges Bild dazu, wie Stillen und Babyschlaf zusammenhängen. Gestillte Babys wachten in vielen untersuchten Studien nachts häufiger auf. Die Studien fanden jedoch keinen einheitlichen Unterschied bei der gesamten Schlafdauer und der nächtlichen Wachzeit zwischen gestillten und nicht gestillten Babys. Auch daraus, wie oft ein Baby aufwacht, lässt sich nicht direkt ableiten, wie gut oder lange die Eltern schlafen. Die Studien unterscheiden sich unter anderem nach Alter der Babys und danach, wie Schlaf gemessen wurde. Aus den Studien lässt sich daher nicht ableiten, dass eine bestimmte Ernährungsform längere Nächte bringt.

Wann Sie Unterstützung holen sollten

Holen Sie sich Rat, wenn Sie sich Sorgen machen, ob Ihr Baby genug trinkt oder zunimmt. Das gilt auch, wenn Ihr Baby nur schwach trinkt oder Neugeborenengelbsucht hat. In solchen Situationen kann eine Fachperson empfehlen, das Baby zum Trinken zu wecken. Folgen Sie einem individuellen Plan Ihrer Hebamme, Stillberatung oder Kinderarztpraxis. Nasse Windeln geben ebenfalls Hinweise darauf, ob Ihr Baby genug trinkt. Beurteilen Sie das aber nicht nur anhand der Windeln.

Sicher schlafen nach dem Trinken

Legen Sie Ihr Baby zum Schlafen auf den Rücken und möglichst in ein eigenes Bettchen im Elternschlafzimmer. Halten Sie den Schlafplatz frei von Kissen und Bettumrandungen. Damit folgen Sie den Empfehlungen für sicheren Babyschlaf.

familien-frage.de