Sicherer Babyschlaf: Schlafplatz und Raumtemperatur

In den ersten Lebensmonaten bestimmt die Schlafumgebung, wie sicher ein Baby schläft. Eine sichere Schlafumgebung senkt das Risiko des Plötzlichen Säuglingstods, der neben dem Ersticken zu den größten Gefahren im ersten Lebensjahr zählt. Die Grundregeln: Rückenlage, eigenes Bettchen im Elternschlafzimmer, Schlafsack, rauchfreier und nicht zu warmer Raum.

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Die Rückenlage ist die sicherste Position

Die Rückenlage ist die sicherste Schlafposition für Babys. In dieser Lage bleiben Mund und Nase frei, und der Brustkorb kann sich frei entfalten. Die Bauchlage dagegen erhöht das Risiko des Plötzlichen Säuglingstods deutlich. Legen Sie Ihr Baby deshalb bei jedem Schlaf auf den Rücken, auch zum Mittagsschlaf und auch dann, wenn es dabei zunächst unruhig wirkt. Viele Babys schlafen in den ersten Wochen am liebsten auf dem Bauch, doch diese Position sollten Sie konsequent vermeiden, bis das Kind sich selbstständig drehen kann.

Das eigene Bettchen im Elternschlafzimmer

Babys schlafen am besten im eigenen Bettchen, das im Elternschlafzimmer steht. So haben Sie Ihr Kind nachts in der Nähe, ohne dass es im gemeinsamen Elternbett schläft. Das Bettchen sollte gut belüftet sein und dem Baby genug Platz bieten, damit es sich frei bewegen kann. Ein Beistellbett, das direkt am Elternbett steht, erleichtert das nächtliche Stillen und Beruhigen, ohne dass das Baby im Elternbett liegt. Achten Sie darauf, dass das Bettchen keine losen Gegenstände enthält, die das Gesicht verdecken könnten.

Der Schlafsack statt der Decke

Ein Schlafsack ersetzt die Decke und hält das Baby warm, ohne dass lose Stoffe über das Gesicht rutschen können. Eine Decke kann verrutschen und Mund und Nase bedecken, was das Ersticken begünstigt. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Schlafsack zur Größe des Kindes passt und der Halsausschnitt eng genug sitzt, damit das Baby nicht hineinrutschen kann. Die Arme bleiben frei, damit das Kind nicht zu warm wird. Ein Schlafsack in der passenden Größe reicht als einzige Bedeckung aus, eine zusätzliche Decke ist nicht nötig.

Die richtige Raumtemperatur

Überwärmung ist ein Risikofaktor für den Plötzlichen Säuglingstod. Viele Fachleute empfehlen eine Raumtemperatur von 16 bis 18 Grad Celsius im Schlafzimmer. Das klingt für Erwachsene kühl, ist für ein Baby im Schlafsack aber angenehm. Ein guter Anhaltspunkt ist: Das Baby soll nicht schwitzen und sich am Nacken nicht heiß anfühlen. Lieber etwas kühler schlafen lassen als zu warm, denn ein überhitztes Kind atmet flacher und gerät leichter in eine gefährliche Lage. Lüften Sie das Zimmer vor dem Schlafengehen kurz durch, damit frische Luft im Raum ist.

Die Matratze und das Bettzeug

Nutzen Sie eine schadstoffarme Matratze, die genau in das Bettchen passt. Eine zu kleine Matratze lässt Lücken entstehen, in denen das Baby mit dem Gesicht hängen bleiben kann. Halten Sie das Bettchen frei von Kissen, Decken, Kuscheltieren und Nestchen, denn diese Gegenstände können Mund und Nase verdecken. Ein Spannbettlaken genügt als Unterlage. Achten Sie darauf, dass das Laken straff gezogen ist und keine Falten wirft, in denen sich das Baby verheddern könnte.

Bauchlage, Überwärmung und Rauch vermeiden

Drei Risikofaktoren lassen sich durch einfache Gewohnheiten ausschalten: die Bauchlage, die Überwärmung und der Passivrauch. Legen Sie Ihr Baby konsequent auf den Rücken, ziehen Sie es nicht zu warm an und sorgen Sie dafür, dass in der Wohnung und in der Nähe des Kindes nicht geraucht wird. Rauch erhöht das Risiko des Plötzlichen Säuglingstods, auch wenn niemand direkt am Bett raucht, denn die Rückstände bleiben an Kleidung und Möbeln haften. Auch das Schlafen im Elternbett oder auf weichen Unterlagen wie Sofa und Sessel ist riskant, weil das Baby dort leicht in eine ungünstige Lage geraten kann.

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