Stillen am Anfang: Hilfe bei Schmerzen

Die ersten Tage und Wochen mit einem Neugeborenen sind intensiv, und Stillen ist oft die größte Hürde. Viele Mütter haben Schmerzen, sind unsicher beim Anlegen und haben das Gefühl, es klappt nicht. Schmerzen beim Stillen sind häufig, aber Sie müssen sie nicht aushalten: Es gibt konkrete Ursachen, praktische Hilfen und Menschen, die Sie unterstützen.

Angebot
Creative Sound Blaster Tactic3D Rage Wireless V2.0 Gaming Headset für PC, Mac und PS4, schwarz
  • Hervorragender kabelloser Sound für Ihre Spiele; Dank Scout Mode hören Sie Ihre Gegner, bevor Sie von ihnen gehört werden
  • Funktioniert mit PS4, PC und Mac
  • Akkulaufzeit bis zu 16 Stunden. Frequenzumfang des Headsets: 20Hz ~ 20kHz
  • Kopfhörer: 50-mm-Treiber mit Neodym-Magneten; Beleuchtete Ohrmuschel; Abnehmbares Kondensatormikrofon mit Geräuschunterdrückung
  • Lieferumfang: Gaming Headset

Warum Stillen anfangs wehtut

In den ersten Tagen ist ein leichtes Ziehen in der Brust beim Ansaugen normal, weil sich die Brustwarze erst an das Saugen gewöhnen muss. Echte Schmerzen, die länger als das erste Saugen dauern oder die ganze Stillmahlzeit anhalten, haben fast immer eine konkrete Ursache. Die häufigste ist ein ungünstiges Anlegen: Das Baby nimmt die Brustwarze nicht tief genug in den Mund, sodass es an der Spitze saugt statt am Brustgewebe. Dadurch entstehen wunde, gereizte Brustwarzen, die bei jedem Stillen erneut aufreißen.

Auch die Stillposition spielt eine Rolle. Wenn Sie selbst verkrampft sitzen oder das Baby nicht nah genug am Körper liegt, kann es den Mund nicht weit genug öffnen. Weitere mögliche Ursachen sind ein zu straffes Zungenbändchen (das Häutchen unter der Zunge) beim Baby, eine ungünstige Saugtechnik oder eine beginnende Entzündung. Die genaue Ursache lässt sich oft nur klären, wenn eine Fachperson das Stillen beobachtet, denn jede Mutter-Kind-Kombination ist anders.

So finden Sie eine gute Stillposition

Eine gute Stillposition ist die Grundlage für schmerzfreies Stillen. Das Baby sollte mit dem ganzen Körper zu Ihnen gedreht sein, Bauch an Bauch, und nicht nur mit dem Kopf zur Brust. Sein Mund muss weit geöffnet sein, wenn Sie es anlegen, sodass es nicht nur die Brustwarze, sondern auch einen großen Teil des Warzenhofs (des dunklen Rings um die Brustwarze) erfasst. Die Unterlippe sollte nach außen gestülpt sein, das Kinn berührt die Brust.

Probieren Sie verschiedene Positionen aus: den klassischen Wiegegriff, den Rückengriff oder das Liegen auf der Seite. Manche Babys trinken in einer Position besser als in einer anderen. Wenn Sie unsicher sind, ob das Anlegen richtig ist, bitten Sie Ihre Hebamme oder eine Stillberaterin, Ihnen beim nächsten Stillen zuzusehen. Oft reicht eine kleine Korrektur der Haltung, und der Schmerz lässt nach.

Hautkontakt erleichtert den Stillstart

Der intensive Hautkontakt direkt nach der Geburt ist mehr als ein schöner Moment. Er unterstützt den Stillstart, weil das Baby in Ruhe die Brust finden und selbstständig zu saugen beginnen kann. Wenn Sie und Ihr Kind nach der Geburt viel Zeit in Hautkontakt verbringen, lernt das Baby den Geruch und die Nähe der Brust kennen, und Ihr Körper schüttet Oxytocin aus, dem Hormon, das den Milchfluss anregt.

Das bedeutet nicht, dass Sie scheitern, wenn der Hautkontakt in den ersten Stunden nicht möglich war, etwa weil das Baby medizinisch versorgt werden musste. Sie können Hautkontakt jederzeit nachholen, auch in den folgenden Tagen und Wochen. Legen Sie Ihr Baby einfach immer wieder nackt auf Ihre nackte Brust, am besten zwischen den Stillmahlzeiten. Das beruhigt, stärkt die Bindung und fördert das natürliche Stillverhalten.

Wer Ihnen konkret helfen kann

Sie müssen die Probleme nicht allein lösen. In Deutschland gibt es mehrere Anlaufstellen, die Sie schon vor der Geburt kennenlernen können. Die Hebamme, die Sie in den ersten Wochen nach der Geburt betreut, ist die erste Ansprechpartnerin. Sie schaut sich das Anlegen an, korrigiert die Position und erkennt viele Probleme frühzeitig.

Zusätzlich bezahlt die Krankenkasse nach der Geburt drei Stillberatungen durch eine qualifizierte Stillberaterin, unabhängig von der Hebammenbetreuung. Diese Beratungen können Sie nutzen, wenn das Stillen schmerzt oder nicht gut klappt. Stillberaterinnen mit der Zertifizierung IBCLC (International Board Certified Lactation Consultant) haben eine medizinische Ausbildung und sind speziell für schwierige Stillprobleme geschult. Viele arbeiten in Krankenhäusern oder in eigener Praxis.

Auch die La Leche Liga bietet Unterstützung: Ihre Beraterinnen arbeiten ehrenamtlich und sind meist per Telefon oder E-Mail erreichbar. Sie können schon vor der Geburt an einem Treffen teilnehmen, um sich zu informieren und Kontakte zu knüpfen. Je früher Sie sich Unterstützung holen, desto schneller lässt sich das Problem meist lösen.

Selbsthilfe bei wunden Brustwarzen

Neben der fachlichen Hilfe gibt es ein paar Dinge, die Sie selbst ausprobieren können. Achten Sie darauf, dass Sie beim Stillen entspannt sitzen oder liegen, mit ausreichend Kissen im Rücken und unter dem Arm. Wechseln Sie die Stillposition, wenn eine Seite besonders schmerzt. Lassen Sie die Brustwarzen nach dem Stillen an der Luft trocknen, bevor Sie sie wieder bedecken, und tragen Sie einen gut sitzenden, nicht zu engen Still-BH.

Bei wunden Brustwarzen können Sie nach dem Stillen einen Tropfen Muttermilch auf der Stelle verreiben und trocknen lassen. Muttermilch enthält natürliche Substanzen, die die Heilung unterstützen. Vermeiden Sie aggressive Seifen oder Cremes mit vielen Zusatzstoffen, die die Haut zusätzlich reizen. Wenn die Schmerzen trotzdem anhalten oder die Brustwarzen bluten, sollten Sie eine Stillberaterin hinzuziehen.

Wenn Stillen trotzdem schwerfällt

Das Gefühl, es klappt nicht, ist in den ersten Wochen weit verbreitet. Stillen ist eine Fähigkeit, die Mutter und Kind gemeinsam lernen, und dieser Lernprozess dauert oft länger als ein paar Tage. Es ist normal, dass es zwischendurch Rückschläge gibt, dass das Baby mal unruhig ist oder die Brust verweigert. Das bedeutet nicht, dass Sie versagen oder dass Ihr Kind Sie ablehnt.

Erlauben Sie sich, Unterstützung anzunehmen, und sprechen Sie offen über Ihre Schwierigkeiten, mit Ihrer Hebamme, Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner oder in einer Stillgruppe. Manchmal hilft es auch, das Stillen für einen Moment zu unterbrechen, das Baby zu beruhigen und es später erneut zu versuchen. Wenn das Stillen trotz aller Bemühungen dauerhaft schmerzhaft bleibt oder Sie sich dabei unwohl fühlen, ist das kein Grund, sich zu quälen. Es gibt immer die Möglichkeit, abzupumpen oder mit Fläschchen zuzufüttern, ohne dass die Bindung zu Ihrem Kind darunter leidet. Das Wichtigste ist, dass Sie und Ihr Baby satt und zufrieden sind.

familien-frage.de