Für die ersten Wochen brauchen Sie nur das Nötigste: einen sicheren Schlafplatz, Wechselkleidung, Windeln und eine Wickelmöglichkeit. Je nach Alltag gehören auch ein Kinderwagen oder eine Tragehilfe dazu; für Autofahrten brauchen Sie eine passende Babyschale.
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Viele weitere Anschaffungen können warten, bis Sie wissen, was Sie im Alltag tatsächlich brauchen. So vermeiden Sie Fehlkäufe und geben Ihr Geld zuerst für die Dinge aus, die von Anfang an nötig sind.
Grundausstattung für die ersten Wochen
Mit dieser Grundausstattung sind Sie für die wichtigsten Situationen im Alltag gerüstet. Die Mengen sind Richtwerte: Empfehlungen unterscheiden sich, und wie oft Sie waschen, beeinflusst den Bedarf.
| Bereich | Sinnvoller Start |
|---|---|
| Kleidung | Etwa 5 bis 7 Bodys, 3 bis 6 Strampler oder lockere Hosen und 2 bis 3 Schlafanzüge |
| Schlafen | Ein geeignetes Babybett oder Beistellbett mit fester, ebener Matratze sowie 1 bis 2 passende Schlafsäcke |
| Wickeln | Windeln, eine abwischbare Unterlage und Tücher zum Reinigen |
| Unterwegs | Kinderwagen oder Tragehilfe, passend zu Ihren Wegen; bei Autofahrten eine passende Babyschale |
Kaufen Sie Kleidung zunächst in kleinen Mengen und möglichst nicht nur in der kleinsten Größe. Checklisten nennen unterschiedliche Mengen, und Babys wachsen verschieden schnell. Kaufen Sie zunächst einige Teile. Wenn Sie wissen, worin sich Ihr Baby wohlfühlt, können Sie Kleidung in passenden Schnitten nachkaufen. Wickelbodys können das Anziehen erleichtern, sind aber keine Pflicht.
Den Schlafplatz sicher einrichten
Ein eigenes Babyzimmer ist für den Anfang nicht nötig. Ein Babybett oder Beistellbett im Elternschlafzimmer reicht. Legen Sie Ihr Baby zum Schlafen auf den Rücken und verwenden Sie einen Schlafsack statt einer Bettdecke. Kissen, Nestchen und Kuscheltiere gehören nach den Empfehlungen für sicheres Schlafen nicht in den Schlafbereich.
Achten Sie darauf, dass die Matratze fest und eben ist. Zwei Schlafsäcke sind praktisch, weil Sie einen wechseln können, wenn der andere verschmutzt ist. Aufwendige Bettwäsche und zusätzliche Schlafmöbel können Sie sich sparen.
Wickeln und Pflege einfach halten
Ein Wickeltisch ist bequem, aber keine Voraussetzung. Eine Wickelunterlage auf dem Boden oder auf einer geeigneten Fläche genügt, wenn Sie Ihr Baby dabei stets mit einer Hand sichern und alles Nötige vorher bereitlegen. Lassen Sie Ihr Kind auf einer erhöhten Fläche nie unbeaufsichtigt.
Für den Start brauchen Sie Windeln, eine Unterlage und Tücher zum Reinigen. Ein Windeleimer, ein Heizstrahler und viele Pflegeprodukte sind zusätzliche Dinge, die den Alltag bequemer machen. Bei der Pflege reicht zunächst eine einfache Auswahl; klares Wasser ist für die Reinigung oft eine passende Option. Orientieren Sie sich bei Produkten an den Herstellerhinweisen und fragen Sie bei Hautproblemen Ihre Hebamme oder eine medizinische Fachperson.
Ernährung nach Bedarf planen
Die Ausstattung hängt davon ab, wie Sie Ihr Baby ernähren. Wenn Sie stillen möchten, müssen Sie eine Milchpumpe nicht vorsorglich kaufen. Ob Sie eine brauchen, zeigt sich im Alltag; Still-BH und Stilleinlagen können hilfreich sein, aber nicht jede Familie braucht sie.
Wenn Sie mit der Flasche füttern, gehören Flaschen und passende Sauger zur Grundausstattung. Flaschenwärmer und Sterilisator sind zusätzliche Geräte. Kaufen Sie sie erst, wenn sie Ihnen den Alltag erleichtern. Mulltücher sind vielseitig verwendbar und können beim Füttern und Aufstoßen nützlich sein.
Unterwegs passend auswählen
Sie brauchen nicht automatisch Kinderwagen und Tragehilfe. Entscheiden Sie nach Ihren Wegen: In einer kleinen Wohnung ohne Aufzug oder bei häufigen Fahrten mit Bus und Bahn kann eine Tragehilfe praktisch sein. Für längere Spaziergänge oder Einkäufe passt ein Kinderwagen möglicherweise besser. Wenn Sie unsicher sind, leihen Sie zunächst ein Modell oder lassen Sie sich zum Tragen beraten, bevor Sie viel Geld ausgeben.
Für die Heimfahrt und andere Autofahrten brauchen Sie eine geeignete Babyschale. Prüfen Sie bei einem gebrauchten Sitz, ob er unfallfrei ist, in welchem Zustand er ist und ob es Rückrufe gibt. Bauen Sie ihn vor dem Kauf in Ihr Auto ein und beachten Sie die Nutzungsdauer, die der Hersteller angibt. Ein Sitz, der in einen Unfall verwickelt war, sollte nicht weiterverwendet werden.
Was später warten kann
Ein Babyfon, Spielzeug, eine Krabbeldecke und Kleidung in größeren Größen müssen nicht vor der Geburt bereitstehen. Steckdosen- und Schubladensicherungen können Sie anbringen, wenn Ihr Kind mobiler wird. Ein komplett eingerichtetes Kinderzimmer und aufwendige Wickelmöbel sind für die ersten Wochen ebenfalls keine Voraussetzung.
Bei vielen Dingen entscheidet die Wohnsituation: Wer häufig spazieren geht, nutzt einen Kinderwagen vielleicht täglich; wer wenig Platz hat, möchte möglicherweise auf große Möbel verzichten. Kaufen Sie solche Ergänzungen erst, wenn ein konkreter Bedarf sichtbar wird.
Mit kleinem Budget einkaufen
Gebrauchte Kleidung und viele größere Anschaffungen wie Bett, Kinderwagen oder Trage lassen sich leihen oder gebraucht kaufen. Prüfen Sie bei gebrauchten Dingen, ob sie vollständig und in gutem Zustand sind. Bei sicherheitsrelevanten Produkten wie Babyschalen müssen Sie genauer auf Zustand und Sicherheit achten als bei Kleidung.
Einen festen Gesamtpreis für eine Erstausstattung mit nur dem Nötigsten gibt es kaum: Preise unterscheiden sich stark, und nicht jede Familie braucht dieselben Dinge. Schreiben Sie zuerst auf, was Sie bereits besitzen oder ausleihen können. Kaufen Sie danach die Grundausstattung und ergänzen Sie einzelne Produkte, wenn der Alltag den Bedarf zeigt. Wenn das Geld knapp ist, fragen Sie beim zuständigen Jobcenter nach möglichen einmaligen Leistungen für die Erstausstattung; Voraussetzungen und Höhe hängen vom Einzelfall und der Region ab.
