Babypflege im Alltag: Was wirklich jeden Tag reicht

Für die tägliche Babypflege reicht eine kleine Routine: Wechseln Sie die Windel zeitnah nach dem Stuhlgang. Reinigen Sie verschmutzte Haut sanft und tupfen Sie sie trocken. Gesicht, Hände und Hautfalten brauchen nur bei Verschmutzung Wasser und ein weiches Tuch.

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Bei gesunder, unauffälliger Haut sind Vollbad, Shampoo und Creme nicht täglich nötig. Achten Sie beim Baden und Wickeln auf die Sicherheit und darauf, dass Ihr Baby sauber und trocken bleibt.

Beim Wickeln reicht Wasser

Wechseln Sie die Windel nach Stuhlgang möglichst bald. Reinigen Sie den Windelbereich vorsichtig mit handwarmem Wasser und einem weichen Tuch oder Waschlappen. Tupfen Sie die Haut anschließend trocken, statt kräftig zu reiben. Feuchttücher sind unterwegs praktisch, zu Hause aber nicht nötig.

Schauen Sie auch in Hautfalten, zum Beispiel am Hals und unter den Achseln. Reinigen Sie sie bei Bedarf und trocknen Sie sie sorgfältig, denn dort bleibt leicht Feuchtigkeit zurück. Bei gesunder Haut brauchen Sie normalerweise keine Creme. Wird der Po rot oder wund, kann eine Wundschutzcreme sinnvoll sein. Hält die Reizung an oder wird sie stärker, fragen Sie Ihre Hebamme oder in der Kinderarztpraxis nach.

Gesicht und Hände nach Bedarf

Milchreste, Spucke oder sichtbaren Schmutz können Sie mit einem weichen, feuchten Tuch abwischen. Sie müssen Ihr Baby dafür nicht täglich am ganzen Körper waschen. Die Innenseite von Nase und Ohren müssen Sie nicht routinemäßig reinigen. Wischen Sie die Ohrmuschel und die Haut hinter dem Ohr bei Bedarf ab. Stecken Sie keine Wattestäbchen in den Gehörgang.

Auch Haare müssen nicht jeden Tag gewaschen werden. Zum Haarewaschen reicht in den ersten Monaten meist warmes Wasser. Shampoo wird erst bei dichterem Haar nötig. Fingernägel müssen Sie ebenfalls nicht täglich schneiden. Laut deutscher Elterninformation müssen Sie die Nägel in den ersten vier bis sechs Lebenswochen meist noch nicht schneiden, solange sich Ihr Baby nicht kratzt.

Ein Vollbad muss nicht täglich sein

Die deutsche Elterninformation empfiehlt ein- bis zweimal pro Woche für jeweils fünf bis zehn Minuten zu baden. Andere pädiatrische Empfehlungen nennen etwa drei Bäder pro Woche als ausreichend. Die Angaben sind Richtwerte. Für die normale Pflege muss Ihr Baby nicht täglich baden. Wenn Ihr Baby sichtbar schmutzig ist, genügt oft eine Teilwäsche.

Klares Wasser reicht in der Regel aus. Badezusätze und Schaumbäder sind für die normale Reinigung nicht erforderlich. Häufiges Baden kann die Haut austrocknen. Bevor Sie Ihr Baby baden, legen Sie das Handtuch und die Kleidung sowie die Pflegeutensilien bereit. Das Wasser soll laut deutscher Elterninformation 36 bis 37 Grad Celsius warm sein. Lassen Sie Ihr Baby während des Bads keinen Moment allein und geben Sie kein heißes Wasser nach, solange es in der Wanne sitzt.

Nabelpflege braucht eigene Anleitung

Die deutsche Elterninformation empfiehlt, den Nabel in den ersten 14 Tagen einmal täglich mit abgekochtem, handwarmem Wasser zu reinigen und danach sanft trocken zu tupfen. Andere offizielle Empfehlungen raten, den Nabel trocken zu halten und ihn nur bei Verschmutzung zu reinigen. Folgen Sie deshalb der Anleitung Ihrer Hebamme, Geburtsklinik oder Kinderarztpraxis.

Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme, Geburtsklinik oder Kinderarztpraxis, wenn der Nabel gerötet oder geschwollen ist oder Flüssigkeit austritt. Die Weltgesundheitsorganisation rät, mit dem ersten Bad mindestens 24 Stunden nach der Geburt zu warten. Das betrifft den Start nach der Geburt, nicht die spätere Badehäufigkeit.

Bei Hautproblemen anders pflegen

Diese Pflegeroutine reicht bei gesunder, unauffälliger Haut. Ist die Haut sichtbar trocken, gerötet oder entzündet, reicht Wasser allein möglicherweise nicht aus. Bei trockener Haut kann regelmäßiges Eincremen nötig sein; bei Neurodermitis oder anderen Hautproblemen sollte die Pflege zur Diagnose passen. Lassen Sie sich dazu in der Kinderarztpraxis oder von Ihrer Hebamme beraten, statt beliebige Produkte auszuprobieren.

Vermeiden Sie Babypuder mit Talkum. Eingeatmeter Puder kann die Atemwege schädigen. Auch bei Cremes und Badezusätzen gilt: Verwenden Sie sie gezielt, wenn ein konkreter Hautbedarf besteht oder eine Fachperson sie empfiehlt.

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