Babys erstes Löffeln begleiten

Beim ersten Löffeln lernt Ihr Baby neue Geschmäcker und Konsistenzen kennen. Wie viel es isst, ist zunächst zweitrangig: Den Großteil seiner Energie bekommt es weiterhin aus Muttermilch oder Säuglingsnahrung.

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Bieten Sie Ihrem Baby den Löffel ohne Druck an und lassen Sie ihm Zeit. Bei offenem Mund oder Interesse darf es probieren; wendet es den Kopf ab oder schließt den Mund, machen Sie eine Pause, damit Ihr Baby selbst entscheiden kann, ob es probieren möchte.

Auf Babys Signale achten

Ein offener Mund und ein interessierter Blick sprechen dafür, dass Ihr Baby gerade probieren möchte. Schlägt es den Löffel weg, wendet Kopf oder Körper ab oder öffnet den Mund nicht mehr, beenden Sie den Versuch für den Moment. Schieben Sie den Löffel nicht wiederholt nach.

Auch wenn Ihr Baby nur schaut, riecht oder eine kleine Menge ableckt, hat es das Essen kennengelernt. Eine ablehnende Reaktion verrät nicht sicher, ob Ihr Baby den Geschmack nicht mag oder die Konsistenz unangenehm findet. Vielleicht ist auch gerade der Zeitpunkt ungünstig. Bleiben Sie gelassen und versuchen Sie es an einem anderen Tag erneut.

Wählen Sie einen Moment, in dem Ihr Baby weder sehr müde noch schon satt oder sehr hungrig ist. Wenn es früh aufhört, können Sie es einmal oder zweimal freundlich ermuntern. Bleibt es bei seiner Ablehnung, ist Schluss für diese Mahlzeit.

Neue Lebensmittel wiederholt anbieten

Ein Lebensmittel muss nicht beim ersten Probieren gefallen. Wiederholte Angebote können die Akzeptanz von Obst und Gemüse fördern. Eine Auswertung von Studien deutet darauf hin, dass Kinder Obst und Gemüse eher annehmen, wenn sie an 8 bis 10 oder mehr Tagen kleine Mengen probieren. Die Zahl dient als Orientierung und ist keine Pflicht: Manche Kinder brauchen weniger Versuche, andere mögen ein bestimmtes Lebensmittel auch später nicht.

Bieten Sie dasselbe Lebensmittel deshalb gelegentlich wieder an, ohne daraus ein Ziel für die Mahlzeit zu machen. Es reicht, wenn Ihr Baby es ansehen oder anfassen darf. Wenn es probiert, bleibt die angebotene Menge klein. Ein Lebensmittel, das Ihr Baby kennt und gut verträgt, kann neben einer neuen Zutat den Einstieg erleichtern.

Kleine Rituale schaffen Ruhe

Ein vertrauter Platz und ein ruhiger Beginn machen den Ablauf für Ihr Baby vertraut. Setzen Sie sich möglichst gemeinsam an den Tisch und essen Sie selbst etwas. Ihr Baby kann beobachten, wie Sie essen, und die Situation in seinem Tempo erkunden.

Dabei darf Ihr Baby selbst mitmachen. Es kann den Löffel halten oder das Essen mit den Fingern untersuchen, wenn es daran Interesse zeigt. Ein wenig Kleckern gehört zum Lernen. Lassen Sie Bildschirme und Tricks weg, mit denen Sie Ihr Baby zum Essen bewegen wollen. Achten Sie stattdessen auf seine Signale.

Solche Rituale können den Alltag angenehmer und vertrauter machen. Sie sind aber kein Versprechen dafür, dass ein Baby mehr isst oder ein bestimmtes Lebensmittel annimmt.

Löffel und Fingerfood kombinieren

Auch wenn Sie mit dem Löffel beginnen, kann Ihr Baby selbst essen üben. Sie können Ihrem Baby einen zweiten Löffel zum Halten geben oder es ein geeignetes Lebensmittel mit den Händen erkunden lassen. So bleibt es aktiv, während Sie weiterhin Nahrung anbieten.

Brei und Fingerfood lassen sich kombinieren. Geben Sie Ihrem Baby nur Nahrung, die zu seiner Entwicklung passt, und beaufsichtigen Sie es beim Essen. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Baby bereit für Beikost ist oder welche Konsistenz passt, fragen Sie Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt.

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