Babyzimmer planen: Schlafen, Wickeln, Stauraum

Im Babyzimmer sind sichere Abläufe wichtiger als viele Möbel. Legen Sie zuerst fest, wo Ihr Kind schläft. Richten Sie danach Wickelplatz und Stauraum so ein, dass Sie alles Nötige mit einer Hand erreichen.

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Im ersten Lebensjahr muss das Babyzimmer kein Schlafraum sein. Stellen Sie am besten ein eigenes Babybett ins Elternschlafzimmer. Das Babyzimmer dient zunächst vor allem zum Wickeln und Aufbewahren.

Schlafort zuerst festlegen

Überlegen Sie vor dem Möbelkauf, wo das Babybett im Alltag stehen soll. Wenn das Kind im Elternschlafzimmer schläft, brauchen Sie dort einen passenden Platz für das Bett. So vermeiden Sie, ein Babyzimmer einzurichten, dessen Schlafbereich zunächst kaum genutzt wird.

Legen Sie das Baby zum Schlafen auf den Rücken. Eine feste, ebene Matratze und ein Schlafsack gehören zur empfohlenen Grundausstattung. Lassen Sie Kissen und lose Decken aus dem Bett. Auch Nestchen, Bettumrandungen, Felle und Kuscheltiere gehören nicht hinein. Sie können Mund oder Nase bedecken. Die empfohlene Schlaftemperatur beträgt 18 °C. Stellen Sie das Bett nicht direkt neben eine Heizung und nicht in die Sonne.

Wickelplatz sicher einrichten

Wählen Sie die Höhe so, dass Sie Ihr Kind bequem wickeln können. Eine Höhe von 85 bis 92 cm dient als Orientierung. Richten Sie sich dabei nach Ihrer Körpergröße. Die Wickelfläche sollte mindestens 55 cm tief und 70 cm breit sein. Bequemer sind 70 × 80 cm. Abgerundete Ecken und mindestens 20 cm hohe, gepolsterte Seitenteile begrenzen die Fläche zusätzlich. Sie ersetzen Ihre Aufsicht nicht.

Auf dem Fußboden ist das Wickeln am sichersten: Von dort kann Ihr Baby nicht aus größerer Höhe stürzen. Wenn Sie einen Wickeltisch nutzen, bleiben Sie immer direkt beim Baby und halten Sie während des Wickelns eine Hand am Kind. Legen Sie Windeln, Tücher und Wechselkleidung vorher bereit. Fehlt etwas, nehmen Sie das Baby mit oder legen Sie es auf den Boden, statt es allein auf dem Wickeltisch zu lassen.

Halten Sie den Wickelplatz von Kabeln, Elektrogeräten und Steckdosen fern. Planen Sie auch Abstand zu Gardinen und Fenstern ein. Befestigen und verwenden Sie eine Wickelauflage auf dem Kinderbett genau nach Herstellerangaben. Nehmen Sie sie ab, wenn sich das Kind im Bett befindet. Eine lose Auflage kann eine Strangulationsgefahr darstellen.

Wickelbedarf griffbereit verstauen

Bewahren Sie alles, was Sie oft brauchen, direkt am Wickelplatz auf. So müssen Sie sich beim Wickeln nicht abwenden oder den Platz verlassen. Windeln, Tücher und Wechselkleidung passen in gut erreichbare Fächer oder Schubladen. Vorräte, die Sie seltener brauchen, können weiter entfernt liegen.

Pflegeprodukte, Medikamente und Kleinteile gehören außer Reichweite des Kindes. Bewahren Sie sie geschlossen auf und lassen Sie nichts davon auf der Wickelfläche liegen. Ein Wäschekorb ist praktisch, aber nur nötig, wenn Sie dafür einen passenden Platz haben. Auch ein Kleiderschrank oder ein Regal genügt, sofern Kleidung und Wickelbedarf darin sinnvoll unterkommen.

Sobald sich Ihr Kind hochzieht, kann es an frei stehenden Möbeln klettern oder sie umkippen. Befestigen Sie Regale und andere Möbel, an denen sich Ihr Kind festhalten kann, an der Wand, damit sie nicht umkippen.

Laufwege freihalten

Messen Sie den Raum aus und markieren Sie Bett, Wickelplatz und Stauraum zunächst auf einem Grundriss. Achten Sie darauf, dass Türen und Schubladen aufgehen und Sie das Baby sicher aufnehmen können, ohne über Möbel oder herumliegende Dinge steigen zu müssen. Wenn ein Möbelstück den Zugang zum Wickelplatz erschwert, wählen Sie ein kleineres oder stellen Sie es an einen anderen Platz.

Kaufen Sie Extras erst, wenn die Grundausstattung feststeht. Verdunklung, Nachtlicht, Babyphone, Sessel oder Spieluhr können den Alltag erleichtern, sind aber keine notwendige Grundausstattung für jedes Zimmer. Halten Sie über dem Bett außerdem Schnüre und Bänder außerhalb der Reichweite des Babys.

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