Beikost einführen: Der Start mit dem ersten Brei

Bei der Beikost lernt Ihr Baby neben der Milch feste Nahrung kennen: Der erste Brei ersetzt eine Milchmahlzeit nach der anderen, und dieser Übergang braucht Zeit. Der günstigste Zeitpunkt liegt zwischen dem vollendeten vierten und dem Beginn des siebten Monats. Sie geben das Tempo vor, und wie schnell es vorangeht, hängt von Ihrem Baby ab.

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Der richtige Zeitpunkt

Frühestens nach dem vollendeten vierten Monat, spätestens mit Beginn des siebten Monats können Sie den Speiseplan erweitern. Die Milchmahlzeiten werden schrittweise durch Breie ersetzt, nicht von einem Tag auf den anderen. Viele Eltern merken, dass ihr Baby bereit ist, wenn es beim Essen zusieht oder nach dem Löffel greift. Diese Zeichen sind ein Anhaltspunkt, aber halten Sie sich an das Zeitfenster.

Wenn Sie stillen, machen Sie weiter. Auch wenn Sie mit der Beikost beginnen, bleibt die Milch ein wichtiger Teil der Ernährung. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn mit acht Monaten noch nicht alle Milchmahlzeiten ersetzt sind. Die Beikosteinführung dauert das ganze erste Lebensjahr. In dieser Zeit darf und soll Ihr Baby weiterhin genug Milch bekommen.

Der erste Brei in der Praxis

Beginnen Sie mit einer kleinen Menge, etwa ein paar Löffeln, und steigern Sie die Portion langsam. Viele Eltern starten mit Karotte oder Pastinake, weil diese mild schmecken und sich gut pürieren lassen. Wichtig ist, dass der Brei fein und ohne Stückchen ist, damit Ihr Baby ihn gut schlucken kann.

Führen Sie zunächst eine Sorte ein und warten Sie ein paar Tage, bevor Sie die nächste Zutat dazunehmen. So erkennen Sie, ob Ihr Baby etwas nicht verträgt. Wenn der erste Brei gut ankommt, können Sie nach und nach Kartoffeln, Fleisch oder Getreide ergänzen. Probieren Sie verschiedene Rezepte aus, wenn Ihr Baby den Brei nicht mag. Manche Babys bevorzugen eine andere Konsistenz, einen anderen Geschmack oder eine andere Temperatur.

Ablehnung und Verdauung

Ablehnung ist normal: Babys müssen neue Geschmäcker und Konsistenzen erst kennenlernen, und oft braucht es mehrere Versuche, bis ein Brei akzeptiert wird. Zwingen Sie Ihr Baby nicht zum Essen. Bieten Sie den Brei ruhig an, und akzeptieren Sie, wenn es an einem Tag nicht klappt. Am nächsten Tag können Sie es erneut versuchen, vielleicht mit einem anderen Rezept.

Bei der Verdauung kann sich einiges ändern. Der Stuhl wird oft fester oder seltener, manche Babys bekommen Blähungen. Das ist meist unbedenklich, solange Ihr Baby fit und zufrieden ist. Wenn Sie unsicher sind oder Ihr Baby offensichtlich Schmerzen hat, fragen Sie Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt.

Wann Sie den Kinderarzt fragen

Bei Kindern mit Behinderung oder Erkrankung, etwa einem Herzfehler, kann es nötig sein, früher mit Beikost zu beginnen. Diese Kinder brauchen manchmal mehr Energie oder häufigere, kleinere Mahlzeiten. Entscheiden Sie das nicht allein. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte besprechen mit Ihnen, ob und wann Ihr Kind früher Beikost bekommen sollte.

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