Bin ich schwanger? Orakeln mit Ovulationstests

Wenn Paare versuchen, ein Kind zu bekommen, müssen sie sehr geduldig sein. Selbst wenn der Eisprung sicher bestimmt werden konnte, vergehen danach noch mindestens zwei Wochen, bis ein erster Schwangerschaftstest möglich ist. Für alle, die sich sehnlichst ein Baby wünschen und nicht so lange warten wollen, gibt es aber eine Methode, um schon zu einem früheren Zeitpunkt herauszufinden, ob es dieses Mal endlich geklappt hat. Mit ein wenig Glück können Dir Ovulationstests schon vor der Fälligkeit Deiner Periode sagen, ob Du schwanger bist oder nicht.

Ovulationstests als Orakel

Eigentlich sind Ovulationstests dafür gedacht, möglichst exakt festzustellen, wann der Eisprung funktioniert. Das Funktionsprinzip dieser Tests entspricht im Wesentlichen den bekannteren Schwangerschaftstests, wobei unterschiedliche Hormone gemessen werden. Während bei einem Schwangerschaftstest das Schwangerschaftshormon HCG im Urin nachgewiesen wird, sprechen Ovulationstests auf das Hormon LH an, das den Eisprung auslöst. Allerdings sind sich diese beiden Hormon chemisch so ähnlich, dass ein Ovulationstest auch dann reagiert, wenn im Urin gar kein LH, sondern HCG enthalten ist. Da Ovulationstests zudem deutlich empfindlicher als Schwangerschaftstests sind und schon bei vergleichsweise geringen Mengen des Hormons ein positives Ergebnis anzeigen, können sie Dir deshalb schon vor dem Ausbleiben Deiner Periode einen Hinweis auf eine erfolgreiche Befruchtung geben.

Durchführung des Orakels

Auch mit den Ovulationstests musst Du Dir ein paar Tage Zeit lassen, bevor Du mit dem Testen beginnen kannst. Je nach Länge Deines Zyklus kann es schließlich zwischen dem achten und dem zehnten Tag nach Deinem Eisprung losgehen. Für das Orakel benötigst Du lediglich mehrere simple Teststreifen. Die modernen digitalen Ovulationstests sind leider nicht geeignet, da sie nicht nur zu teuer sind, sondern auch eine gleichbleibende Anzeige aufweisen. Auf die Anzeige kommt es nämlich an: Bei den Teststreifen aus Papier erscheinen Linien, die umso dunkler werden, je höher der Hormongehalt im Urin ist. Es gibt die Teststreifen in unterschiedlichen Sensitivitäten, angegeben in miu/ml. Je niedriger der miu/ml-Wert, desto sensitiver der Test. Welche miu/ml-Empfindlichkeit benötigt wird, hängt auch davon ab, wie hoch Deine LH-Konzentration grundsätzlich ist. Es empfiehlt sich daher, Streifen mit unterschiedlicher Sensitivität parallel zu testen.

Damit Du eine mögliche Veränderung nachvollziehen kannst, führst Du am Morgen direkt nach dem Aufstehen einen Test mit Deinem Morgenurin durch. Den Teststreifen klebst Du dann auf ein Blatt Papier auf. Das wiederholst Du in den folgenden Tagen und reihst die Teststreifen untereinander auf, sodass Du sie gut vergleichen kannst. Wenn Du erkennen kannst, dass die Farbe der Testlinie mit jedem Tag dunkler wird, darfst Du Dir Hoffnung machen, dass Du bald Mutter wirst. Du solltest dabei aber selbstverständlich berücksichtigen, dass diese Methode nicht ohne Grund Orakel genannt wird. Da sie gerade wegen der Empfindlichkeit der Ovulationstests alles andere als sicher ist, solltest Du später noch einen Schwangerschaftstest machen und baldmöglichst einen Termin mit Deiner Frauenärztin vereinbaren.

Bild: Bigstockphoto.com / diego cervo

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