Über Zykluscomputer und meine Erfahrungen mit Daysy

Egal ob Kinderwunsch oder Verhütung, ohne den eigenen Körper mit Hormonen vollzupumpen – die Kenntnis über den genauen Verlauf deines Zyklus ist entscheidend. Schwanger werden kannst du nur an genau sechs Tagen jeder Periode. Der Grund: Spermien „überleben“ ungefähr fünf Tage im weiblichen Körper. Nach dem Eisprung kann eine Eizelle etwa 18 Stunden lang befruchtet werden. Daraus ergeben sich insgesamt sechs Tage. Pro Zyklus findet normalerweise nur ein Eisprung statt, und sind es doch einmal zwei, dann liegen dazwischen nicht mehr als 24 Stunden. Eine technisch unterstützte Temperaturmethode ist geeignet, um diese Tage genau zu bestimmen – auch dann, wenn der Zyklus (noch) recht unregelmäßig verläuft.

Hormone messen oder Temperatur aufzeichnen

Zykluscomputer für den privaten Gebrauch funktionieren grundsätzlich nach zwei verschiedenen Methoden. Bei der Hormonmethode wird der Spiegel für Östrogen und luteinisierendes Hormon festgestellt. Deswegen ist zu bestimmten Zeiten ein Urintest erforderlich. Auf dieser Basis funktioniert beispielsweise der Persona Verhütungsmonitor bzw. Fertilitätsmonitor von Clearblue. Bei der Temperaturmethode wird jeden Morgen die Basaltemperatur (Körperkerntemperatur) gemessen. Das muss sehr genau erfolgen, denn der Unterschied zwischen der ersten Zyklusphase vor dem Eisprung und der Zeit des Eisprungs beträgt nur etwa 0,25 bis 0,45 °C. Aufregung, Schlafmangel, Alkoholkonsum oder eine Erkältung können diese geringen Differenzen überlagern. Ein Zykluscomputer nach der Temperaturmethode verarbeitet deshalb eine ganze Menge zusätzlicher Daten. Zum Beispiel gibst du ihm den Zeitpunkt an, zu dem deine Regelblutung begonnen hat.

Meine Freundin Daysy

Ich habe mich für Daysy entschieden, einen Zykluscomputer, der nach der Temperaturmethode arbeitet. Ganz subjektiv ist mir eine solche Messung, die morgens in einer halben Minute erledigt ist, sympathischer als ein Urintest. Das Basalthermometer ist bei Daysy fest integriert. Das halte ich für wichtig, denn bei der Übertragung von Werten eines separaten Thermometers in eine App kann leicht ein Fehler passieren. Oder ich lese gerundete Werte ab, die bei den erwähnten geringen Schwankungen zu falschen Schlüssen führen würden. Neben der durchdachten Hardware haben mich auch die Informationen zur Software überzeugt.

In die Berechnung fließen nämlich nicht nur meine Daten ein, sondern die Erfahrungen, die der Hersteller Valley Electronics, Zürich, in drei Jahrzehnten mit vielen Millionen Zyklen sammeln konnte. Auf der Internetseite wird klar darauf hingewiesen, dass es beim Einsatz von Daysy um die Erfüllung eines Kinderwunschs geht und der Computer keine Verhütung ersetzt. Das wird wohl aus Haftungsgründen so dastehen, und man müsste natürlich beim Thema Verhütung auch über das Übertragen von Krankheiten reden.

Die simple Ampellogik von Daysy spricht aber eine andere Sprache: An den unfruchtbaren Tagen bekomme ich im wahrsten Wortsinn grünes Licht, die fünf Tage vor dem Eisprung werden rot und der Eisprung selbst rot blinkend signalisiert. Gelbphasen sind wie bei der Autoampel nur kurz – sie zeigen, dass Daysy mich noch besser kennenlernen muss, um zuverlässige Voraussagen zu machen.

Bild © 2019 Valley Electronics AG

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