Bryophyllum – Hilfe bei unerfülltem Kinderwunsch?

Schon mal was von der Keimzumpe gehört? Nein, das ist kein Schimpfwort für Menschen mit unhygienischen Angewohnheiten, sondern der deutsche Name für eine Heilpflanze, die dir vielleicht besser unter ihrem lateinischen Namen Bryophyllum pinnatum bekannt ist. Sie stammt ursprünglich aus Madagaskar und wächst in tropischen oder subtropischen Regionen. In der Homöopathie genießt sie den Ruf eines pflanzlichen Pendants zum Valium.

Meine Empfehlung

Vielseitiges Heilkraut

Frauen vieler Altersgruppen haben Bryophyllum bereits schätzen gelernt. Allgemein ist es ein wirksames, unschädliches Beruhigungsmittel, das im Wesentlichen ohne Beschränkungen genommen werden darf. In der Frühschwangerschaft gilt es als Wehenhemmer. Zu diesem Zweck wird es in Kliniken sogar als Infusion verabreicht. Außerdem werden damit Harnwegsinfektionen – leider ein häufiger Auslöser von Frühgeburten – bekämpft. Später wird es von Frauen bei Beschwerden während der Wechseljahre verwendet.

Meine Empfehlung
Kürzlich las ich darüber, dass auch Frauen mit Kinderwunsch auf Bryophyllum schwören. Nur ein Placebo-Effekt? Oder basiert die Wirkung auf dem Abbau von Unruhe und Stress, ähnlich wie Yoga-Übungen? Ich habe dazu ein wenig recherchiert. Die Mischung verschiedener Pflanzensäuren hat offenbar ähnliche Wirkungen wie das Hormon Progesteron. Messbar ist eine Erhöhung der durchschnittlichen Basaltemperatur (Körperkerntemperatur). Außerdem hat Bryophyllum einen Einfluss auf den zeitlichen Ablauf des weiblichen Zyklus. Die zweite Phase, also die nach dem Eisprung, wird nämlich verlängert. Das vergrößert zwar nicht die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung der Eizelle, aber wenn es denn passiert ist, wird das Einnisten einer befruchteten Eizelle in der Gebärmutter erleichtert. Du siehst: Auch wenn die beruhigende Wirkung sicher mit eine Rolle spielt, gibt es doch eine ganze Reihe weiterer Effekte auf deinen Körper, die eine Schwangerschaft begünstigen.
Meine Empfehlung

So nimmst du Bryophyllum ein

Bryophyllum gibt es rezeptfrei in verschiedenen Darreichungsformen. Tabletten oder Pulver sind am meisten verbreitet, du bekommst in der Apotheke aber auch konzentrierte Tropfen. Pflanzliche Arzneimittel sind übrigens nicht grundsätzlich harmlos – immerhin kann man aus Pflanzen auch hochwirksames Gift gewinnen. Von Bryophyllum sind aber keine Nebenwirkungen bekannt, sieht man einmal von einer Förderung der Verdauung und damit zusammenhängendem Stuhlgang ab. Allgemeine Tipps zur Häufigkeit und Menge sind nicht sinnvoll, weil die üblichen Mittel sehr unterschiedlich dosiert sind. Während von einem Produkt bereits eine Tablette täglich reicht, müssen es von einer anderen Variante vielleicht drei Messerspitzen Pulver am Tag sein. Neben der Beachtung der Packungsbeilage rate ich dir, auf jeden Fall mit deinem Arzt zu sprechen. Er wird sicher eine Empfehlung haben, die zum Beispiel auf deinem Körpergewicht und deiner sonstigen gesundheitlichen Konstitution basiert. Die Dosierung kann auch abhängig von der Zyklusphase gemacht werden, in der du dich gerade befindest.

Bild: Bigstockphoto.com / Bozhena Melnyk

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