Den passenden Babynamen finden: Nur nicht reinreden lassen bei der Namenswahl

„Habt ihr schon einen Namen?“ Das ist die zweite Frage, die direkt nach „Wisst ihr schon, was es wird?“ gestellt wird. Antwortet darauf, wenn überhaupt, dann nur ausweichend. Allen, die nicht glauben, dass das ein guter Rat ist, sei der Film „Der Vorname“ (2018) empfohlen. Da könnt ihr erleben, was passiert, wenn ein werdender Vater erklärt, das Kind werde Adolf heißen.

Geschmäcker sind verschieden

Klassisch, biblisch, im Trend oder ausgefallen? Während im Ausland oft die Bedeutung eines Namens ausschlaggebend ist, entscheidend in Deutschland bei vielen Eltern der Klang. Dabei gibt es immer häufiger Anleihen aus anderen Sprachen, was mir gut gefällt, solange es einigermaßen im Rahmen bleibt. Schreibweise und Aussprache sollten auch in Deutsch nicht zu schwierig werden, sonst wird aus Pierre-Gilbert schnell ein Pirschelbär (neulich in einem Kabarett-Programm gehört). Und das Eindeutschen (aus Chantal wird Schantall) ist für mich keine Lösung, sondern fördert nur das Negativ-Image des Namens.

Ideen für klangvolle Vornamen

Den universellen Trick, den besten Babynamen zu finden, gibt es wohl nicht. Ich verrate euch nicht, für welchen Namen wir uns entschieden haben. Aber ich sage euch, welchen Weg wir gegangen sind. Wir (mein Partner und ich) haben dazu Babynamen-Generatoren im Internet genutzt, die praktische Filtermöglichkeiten wie Anfangs- und Endbuchstabe, Länge bzw. Silbenzahl oder Herkunft und Bedeutung bieten. Zunächst habe ich durchgesetzt, dass wir alle einsilbigen Namen von der Liste nehmen. Ich finde, sie laden dazu ein, sie in die Länge zu ziehen, und das will ich nicht. Also kein Kim, aus der (oder dem, der Name ist nämlich nicht eindeutig einem Geschlecht zugeordnet) später ein(e) Kihiiim oder Kimmi wird. Da wir einen einsilbigen Nachnamen haben, wäre die Kombination mit einem kurzen Vornamen ohnehin zu hart („Kim Kurz“). Wobei die Alliteration, also die beiden gleichen Anfangsbuchstaben, dann wieder ganz nett ist.

Damit komme ich auf mein zweites Kriterium, das Monogramm. Buchstabenkombinationen, die aufgrund der deutschen Vergangenheit als Autokennzeichen verboten sind, machen sich schlecht als Stickerei auf Hemden. Verzichtet also besser auf Vornamen, die zusammen mit eurem Nachnamen SS, KZ und dergleichen ergeben. Zum Schluss haben wir noch die Top Ten der Vornamen durchgesehen – und auch sie gestrichen. Ich möchte nicht, dass unser Kind eine(r) von fünf Sophie oder Maximilian im Kindergarten ist. Am Ende blieb eine recht kurze Liste übrig, und wir wurden uns schnell einig. Einen Zweitnamen haben wir übrigens auch überlegt, schon allein, damit unser Spross später mit einem Mittel-Initial Eindruck machen kann – wie Präsident John F. Kennedy und Enterprise-Captain James T. Kirk.

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