Ein Familienkredit bietet Familien zahlreiche Vorteile

Familie steht für gemeinsames Wirtschaften, für den Zusammenhalt, für ein starkes Bündnis. Genau das bevorzugen Kreditgeber wie Banken, Sparkassen und Investoren. Familien sind spezielle Kunden, da sie mehr Sicherheiten bieten als Singles. Dabei nehmen Eltern oder Familienmitglieder, die im ersten oder zweiten Verwandtschaftsgrad stehen, einen Kredit gemeinsam auf und bürgen bis zum Vertragsende für den jeweils anderen Kreditnehmer. Risiken lassen sich dabei nur minimieren und nicht ausschließen.

Familienkredit – ein gemeinschaftlich funktionierendes System

Jedes Darlehen stellt eine Verbindlichkeit dar. Besonders junge Familien, die erst seit Kurzem im Berufsleben aktiv sind, können nur geringe Sicherheiten bieten. Ein gewöhnlicher Single-Kredit wäre in solch einem Fall nur mit einer hohen Zinslast zu bewerkstelligen. Das muss nicht sein, denn als Familie sollte jeder für den anderen einstehen und ein Darlehen lässt sich gemeinsam viel schneller realisieren, schließlich bieten mehrere Kreditnehmer Sicherheiten, die ein alleiniger Antragsteller nicht vorzuweisen hat.

Gemeinsame Darlehensnehmer sind nicht nur Vertragsparteien im Sinne des Kreditvertrags, sondern auch Bürgen für den jeweils anderen Kreditnehmer. Dabei muss es sich nicht immer um Eltern als gemeinsame Antragsteller handeln; auch Geschwister und Verwandte zweiten Grades können einen günstigen Familienkredit erhalten. Das Bürgschaftsverhältnis soll garantieren, dass bei einem Ausfall eines Darlehensnehmers der andere im vollen Umfang für die vollständige Tilgung haftet.

Bildlich können potenzielle Kreditnehmer sich das beispielsweise so vorstellen: Mann und Frau, verheiratet, ein Kind, sprechen gemeinsam bei der Hausbank vor, um einen Familienkredit zu beantragen. Mann arbeitet Vollzeit, Frau arbeitet Teilzeit und betreut halbtags das gemeinsame Kind. Finanziert werden soll eine Immobilie, in der die Familie wohnen wird. Es handelt sich dabei also um einen Familienkredit zur Baufinanzierung oder bei bestehender Immobilie um einen Immobilienkredit. Wichtiger Faktor: Mit dem Objekt wird ein Gegenwert geschaffen, der im äußersten Notfall dem Geldgeber als Sicherheit für das gewährleistete Darlehen dient.

Um sich eine gute Finanzierung zu sichern, sollte man den Kredit auf jeden Fall vergleichen. Um von deutlich niedrigeren Zinsen zu profitieren, geben beide Elternteile an, das Darlehen gemeinsam aufzunehmen und dieses durch ihre jeweiligen Einkünfte gemeinsam zu decken. Im Idealfall treten im Hintergrund die Eltern der Antragsteller als zusätzliche Bürgen auf für den Fall, dass einer der Kreditnehmer arbeitslos wird oder schwer erkrankt. Ist das nicht möglich, können die beiden Darlehensnehmer eine Kreditversicherung abschließen, die bei Krankheit, Tod oder unverschuldeter Arbeitslosigkeit greift.

Profiteur ist auf den ersten Blick der Kreditgeber. Dieser sichert sich das Ausfallrisiko durch mindestens zwei Kreditnehmer ab, gewährt im Gegenzug allerdings auch einen niedrigeren Zins. Durch diesen Fakt entsteht eine Win-Win-Situation. Die junge Familie mit gesichertem Einkommen kann umgehend ein Eigenheim schaffen und dieses günstig finanzieren.

Für eine solche Geldaufnahme sind verschiedene Unterlagen vorzulegen. In der Regel handelt es sich um folgende Dokumente, die im Einzelfall variieren können:

  • Nachweis einer gültigen deutschen Meldeadresse
  • Nachweis über die geschlossene Ehe
  • Kopie der Arbeitsverträge (Probezeit darf nicht mehr bestehen)
  • Einkommensnachweise durch Bankauszug oder Lohnbescheinigungen
  • Sicherheiten wie Kfz-Brief, Wertpapiere oder ähnliche Werte
  • Aufenthaltsnachweis bei Nicht-EU Staatsangehörigen

Bei allen Sicherheiten, die Familien zu bieten haben, bleibt ein Ausfallrisiko für den Geldgeber bestehen: Die Trennung oder Scheidung der Eltern. Im Streitfall zwischen den beiden Vertragspartnern kann es zur Weigerung der Tilgung kommen. Den Kreditnehmern muss jedoch deutlich sein, dass der Geldgeber in solch einem Fall alle möglichen rechtliche Schritte einleitet, um die Tilgung sicherzustellen. Die Fälligkeit kann damit umgehend eintreten, womit der Restbetrag umgehend komplett zu tilgen ist. Deshalb sollten Paare einen Ehevertrag abschließen, um die Rückzahlung nicht zu gefährden.

Fazit:

Ein Familienkredit ermöglicht bei einer nachhaltigen Sachwertfinanzierung ein gesundes Finanzierungsmodell mit niedrigeren Zinssätzen. Lange Laufzeiten und niedrige Tilgungsraten ermöglichen Familien, ihre Lebensstandards und Lebensqualität zu erhalten bzw. zu steigern.

Bild: bigstockphoto.com / Goodluz

Marianne

Marianne ist leidenschaftliche Mama und Bloggerin und berät online wie offline Familien rund um Erziehung, Ernährung & Partnerschaft. Auf familien-frage.de gibt sie Ihre Geheimnisse preis und bloggt über Alltägliches. Marianne ist außerdem die redaktionelle Leiterin von Familien-Frage.

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