Eine Reise nach Indien verändert: So beantragst Du das Visum

Überschäumende Lebensfreude und bittere Armut liegen in Indien oft dicht beieinander. Indien-Reisende aus Europa sprechen von einem Kulturschock, aber gleichzeitig von einer Erfahrung, die sie nie vergessen werden, die sie nicht missen möchten und die sie für immer verändert hat. Eine Reise auf den Subkontinent will gut vorbereitet sein. Das gilt vor allem für Individualreisende, die das Land wirklich kennenlernen möchten und sich nicht mit einem beliebigen Strand in einer Touristen-Hochburg zufriedengeben. Das Visum für Indien ist ein Schritt, der vor der Einreise erledigt werden muss.

Frühzeitiger Antrag spart Stress

Bürger der EU und der Schweiz benötigen für die Einreise nach Indien ein Visum und einen Reisepass (auch vorläufiger Reisepass), der ab der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist und auf dem noch mindestens zwei Seiten frei sind. Auch Kinder brauchen einen Reisepass.

Zunächst solltest du entscheiden, welches Visum für dich die richtige Wahl ist. In aller Regel wird das ein Touristenvisum sein. Wer aber für eine Hilfsorganisation arbeitet oder als Journalist nach Indien kommt, ist mit einem speziellen Visum für Journalisten, Freiwilligenarbeit oder Geschäftsleute besser ausgestattet. Es ist nämlich möglich, dass die Behörden solche Tätigkeiten als nicht vereinbar mit einem Touristenvisum ansehen. Indien ist ein beliebtes Reiseziel für Ayurveda-Kuren und ähnliche alternativ-medizinische Behandlungen. Hierfür gibt es ein spezielles Visum. Dem Antrag ist dann eine Bescheinigung der Klinik beizufügen, in der die Behandlung stattfinden soll. Für kurzzeitige Yoga-Kurse und ähnliche Aktivitäten reicht aber das Touristenvisum.

Theoretisch kannst du das Visum bis vier Tage vor der Einreise beantragen. Ein Visum „on arrival“, also bei Ankunft am Flughafen, gibt es nicht. Aber warum solltest du dich selber unter Druck setzen und um deine Reise bangen, wenn die Bearbeitung länger dauert? Ein Indien-Visum ist ein Jahr gültig. Es spricht also nichts dagegen, den Antrag frühzeitig zu stellen. Mit dem Touristen-Visum darfst du dich bis zu neunzig Tage ununterbrochen in Indien aufhalten und während der Gültigkeit auch mehrfach einreisen.

Elektronisch geht es einfacher

Du musst nicht zu einer Botschaft oder einem Konsulat, sondern kannst ein E-Visum online beantragen. Dienstleister wie visumantrag.de vereinfachen den Prozess gegenüber der offiziellen, aber englischsprachigen Seite der indischen Regierung, prüfen auf fehlende oder falsche Informationen und stellen zugleich ein sicheres Bezahlverfahren bereit. Das E-Visum muss farbig ausgedruckt und zusammen mit dem Reisepass bei der Einreise vorgezeigt werden. Achte bitte auf den Online-Status „Granted“ (gewährt) und notiere dir die ETA-Nummer (Electronic Travel Autorization). Du brauchst sie bei der Einreise, und sie hilft, falls Reisedokumente verlorengehen. Mit einem vorläufigen Reisepass ist leider kein E-Visum für Indien möglich.

Darauf solltest du noch achten

Das E-Visum gilt für die Einreise über eine Vielzahl von Flughäfen sowie über die Seehäfen Chennai, Cochin, Mormugao, New Mangalore und Mumbai. Vergewissere dich, dass in deinem Reisepass ein Einreisestempel ist, denn sonst kann es beim Verlassen des Landes große Schwierigkeiten – unter Umständen mehrtägige Verzögerungen – geben. Ausreisen darfst du auch auf dem Landweg, überall dort, wo es einen Immigration Check Post gibt. Damit sind auch Rundreisen möglich, die dich in ein Nachbarland führen. Informiere dich vorher über die Gebiete bzw. Bundesstaaten, für die eine besondere Reisegenehmigung erforderlich ist.

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