Einkaufshilfe: So viel Wurst ist gesund für Ihr Kind!

Die meisten Kinder essen gerne Wurst. Ob sie regelmäßig Wurst essen sollten, hängt davon ab, was das Kind sonst noch isst. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung erlaubt bestimmte Mengen und Wurstsorten.

Die richtige Ernährung in der Wachstumsphase

Kinder wachsen und brauchen in dieser Zeit wichtige Nährstoffe. Das klappt gut mit einer ausgewogenen Ernährung. Kinder benötigen Milchprodukte, Eier und Fisch – die Lieferanten von Eisen, Eiweiß, Kalzium und Vitamin B12. Die Vitamine A, B1, B2, B6 und B12 sowie die Mineralstoffe Eisen und Calcium kommen auch in Fleischwaren vor. Doch Fleisch ist nicht gleich Wurst. Deshalb ist es nicht „wurscht“ welche Wurst und wie viel davon das Kind isst.

Wie viel Wurst ein Kind essen darf

Es gibt in deutschen Supermärkten und Metzgereien über 1.500 Wurstsorten zu kaufen. Doch nicht alle Sorten sind für Kinder zu empfehlen. Das liegt auch daran, dass in Wurst Beimischungen wie Fett, Bindegewebe und Innereien enthalten sind, die für einen kindlichen Körper nicht geeignet sind. Ernährungsexperten empfehlen für Kinder unter sechs Jahren pro Tag nicht mehr als 40 bis 60 Gramm Fleisch und Wurst zusammen. Das ist schnell erreicht, denn eine Wurstscheibe wiegt bereits 25 Gramm.

Einkaufstipp: Wurstsorten, bei denen das pure Fleisch noch gut zu sehen ist, sind besser als Press- oder Formschinken. Denn der besteht aus zerkleinerten Fleischteilen, die in der Regel mit Gelatine, Soja- und Molkeneiweiß „zusammengeklebt“ sind.

Welche Wurst nicht geeignet ist

Es gibt Rohwürste wie Tee- oder Mettwurst, Salami und Cervelatwurst, die Bakterien enthalten können. Dazu gehören auch die Listerien, die Erkrankungen wie Hirnhautentzündung auslösen können. Listerien wurden aber nicht nur in Rohwurst, sondern auch schon in vakuumverpacktem Kochschinken nachgewiesen. Deshalb sollten Kinder unter drei Jahren besser keinen Kochschinken aufs Brot bekommen. Zum Kochen, zum Beispiel für Spaghetti Carbonara kann er verwendet werden, da die hohen Temperaturen den Bakterien den Garaus machen. Ebenso sicher sind Wurst-Konserven, da bei der Herstellung gesundheitsschädliche Keime vernichtet werden und die Produkte durch die Art der Konservierung sehr lange haltbar sind. Andere Wurstsorten enthalten viel verstecktes Fett. Eine wahre Kalorienbombe ist meist die Streichwurst, denn genau der Fettzusatz ist es, der die Wurst streichfähig werden lässt.

Einkaufstipp: Magere Alternativen sind Lachsschinken und anderen rohen Schinkensorten (ohne Fettrand), Geflügelwurst, Bierschinken, kalter Schweinebraten.

Was in der Wurst sonst noch drin ist

Fast alle Wurstsorten (E 250 und Phosphate (E 338 bis 341)), die als Bindemittel eingesetzt werden, enthalten Nitritpökelsalz. Aber das ist noch nicht alles. Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und Aromen tummeln sich ebenfalls in der Wurst. Wer auf Zusatzstoffe verzichten möchte, kauft am besten Bio-Wurst.

Auch ohne Wurst schmeckt die Stulle. Es gibt gesunde Alternativen, wie Butterbrot mit Schnittlauchröllchen, Kresse oder ganz fein gehackte Paprikawürfel darauf, Frischkäse mit Gurkenscheiben oder mit Cashewcreme und Bananenscheiben.

Bild: © Pascua Theus / PIXELIO

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