Schlechte Nächte mit Baby: Entlastung für den nächsten Tag

Nach einer unterbrochenen Nacht ist selbst der Alltag anstrengend. Planen Sie weniger ein: Versorgen Sie Ihr Baby, erledigen Sie nur Dringendes und machen Sie eine Pause. Haushalt und andere Aufgaben können warten.

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Wählen Sie das Nötigste

Fragen Sie sich am Morgen: Was muss heute tatsächlich erledigt werden? Wählen Sie höchstens ein oder zwei Aufgaben aus, die heute erledigt werden müssen. Verschieben Sie alles andere, wenn es möglich ist. Dazu gehören Wäsche und Aufräumen ebenso wie ein nicht dringender Einkauf.

Achten Sie heute vor allem auf das Nötigste: Versorgen Sie Ihr Baby, essen und trinken Sie selbst und nehmen Sie sich einen Moment zum Durchatmen.

Planen Sie eine Pause

Wenn Ihr Baby schläft, prüfen Sie zuerst, ob Sie sich ebenfalls hinlegen können. Falls Sie nicht einschlafen oder gerade nicht schlafen möchten, nutzen Sie die Zeit für eine ruhige Pause: Setzen Sie sich hin, schließen Sie die Augen oder hören Sie etwas Entspannendes. Sie müssen die Pause nicht mit Hausarbeit füllen.

„Schlafen, wenn das Baby schläft“ ist kein fester Ablauf, der für alle funktioniert. Vielleicht braucht Ihr Baby gerade Ihre Nähe, oder Sie haben weitere Kinder zu versorgen. Nehmen Sie dann die Ruhe, die sich im jeweiligen Moment einrichten lässt, statt sich zusätzlich unter Druck zu setzen.

Essen Sie unkompliziert

Halten Sie das Essen heute einfach. Wärmen Sie eine Mahlzeit auf, die schon da ist, oder wählen Sie etwas, das ohne viel Aufwand fertig ist. Ein perfekter Speiseplan ist an diesem Tag nicht nötig.

Wenn jemand Hilfe anbietet, bitten Sie um etwas Konkretes: „Kannst du mir heute etwas zu essen mitbringen?“ oder „Kannst du den Einkauf erledigen?“ Das entlastet mehr als eine allgemeine Bitte, sich irgendwann zu melden.

Bitten Sie konkret um Hilfe

Eine vertraute Person kann das Baby für eine Weile im Kinderwagen begleiten. Sie kann Ihnen auch eine Mahlzeit vorbeibringen oder ein älteres Geschwisterkind beschäftigen. Sagen Sie möglichst klar, welche Aufgabe Ihnen gerade helfen würde. Zum Beispiel: „Kannst du heute eine halbe Stunde mit dem Baby spazieren gehen, damit ich mich hinlegen kann?“

Wenn Sie regelmäßig mehr Unterstützung brauchen, können die Frühen Hilfen eine Anlaufstelle sein. Die kostenfreien Angebote richten sich an Familien mit Kindern bis drei Jahre; welche Angebote es gibt und wie Sie sie nutzen können, hängt von Ihrem Wohnort ab. Ihre Hebamme, die Kinderarztpraxis oder das örtliche Jugendamt können Ihnen sagen, wo Sie Hilfe finden.

Lassen Sie Aufgaben liegen

Heute darf „gut genug“ reichen. Es ist in Ordnung, die Küche nicht aufzuräumen, Pläne abzusagen oder eine Aufgabe auf morgen zu verschieben. Konzentrieren Sie sich auf das, was Ihrem Baby und Ihnen gerade guttut. Den üblichen Tagesplan müssen Sie heute nicht einhalten.

Das gilt besonders, wenn Sie allein für das Baby verantwortlich sind oder weitere Kinder versorgen. Dann lässt sich eine Pause nicht immer genau planen. Wählen Sie die kleinste Entlastung, die in Ihre Situation passt.

Hilfe bei Überforderung mit dem Baby

Wenn Sie mit dem Schreien Ihres Babys nicht mehr zurechtkommen, legen Sie es an einen sicheren Ort. Treten Sie kurz aus dem Raum. Atmen Sie durch. Schütteln Sie Ihr Baby niemals und geben Sie ihm keine Schlaf- oder Beruhigungsmittel, ohne dass eine Ärztin oder ein Arzt sie verordnet hat.

Hält die Überforderung an oder machen Sie sich Sorgen, ob Sie Ihr Baby ausreichend versorgen können, sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder einer Kinderarztpraxis. Auch Frühe Hilfen und Schreiambulanzen unterstützen Eltern, wenn die Belastung groß wird.

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