Sparbuch, Tagesgeld oder Festgeld: Was passt zu Familien?

Welche Sparform passt, hängt vor allem davon ab, wann Sie das Geld brauchen. Tagesgeld eignet sich für unerwartete Ausgaben, weil Sie ohne Kündigungsfrist darauf zugreifen können. Festgeld passt zu einem Sparziel mit festem Termin, wenn Sie bis dahin auf das Geld verzichten können. Ein Sparbuch kann Kindern das Sparen anschaulich machen, ist bei größeren Abhebungen aber weniger flexibel.

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Bei allen drei Sparformen liegt das Geld als Guthaben bei einer Bank. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt dieses Guthaben grundsätzlich, wenn die Bank zahlungsunfähig wird. Sie schützt aber nicht davor, dass die Inflation den Wert des Geldes mindert.

Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld im Vergleich

Anlageform Zugriff auf das Geld Zinsen Passt besonders, wenn …
Sparbuch Bei klassischen Sparbüchern ist der Betrag, der ohne Kündigung verfügbar ist, begrenzt. Für größere Abhebungen gilt normalerweise eine dreimonatige Kündigungsfrist. Entscheidend sind die Vertragsbedingungen. Häufig niedrig; die Konditionen hängen von der Bank ab. Sie kleine Beträge für ein Kind zurücklegen oder Sparen greifbar machen möchten.
Tagesgeld Ohne Kündigungsfrist verfügbar. Variabel; die Bank kann den Zinssatz ändern. Sie eine Rücklage für Reparaturen, Rechnungen oder andere unerwartete Ausgaben brauchen.
Festgeld Für eine vereinbarte Laufzeit gebunden. Vor deren Ende ist das Geld in der Regel nicht verfügbar. Für die vereinbarte Laufzeit festgelegt. Sie einen Betrag bis zu einem bekannten Termin nicht benötigen.

Bei der Wahl der Sparform kommt es vor allem darauf an, wann Sie an Ihr Geld kommen und wie sich die Zinsen entwickeln. Längere Festgeldlaufzeiten bringen nicht zwingend höhere Zinsen. Beim Tagesgeld sollten Sie außerdem prüfen, wie lange ein beworbener Aktionszins gilt und welcher Zinssatz danach für Bestandskundinnen und Bestandskunden vorgesehen ist.

Tagesgeld hält die Familienreserve bereit

Für den Notgroschen zählt vor allem, dass Sie schnell an das Geld kommen. Tagesgeld verbindet diesen Zugriff mit einer Verzinsung, die sich allerdings ändern kann. Achten Sie neben dem aktuellen Zinssatz auch auf die Bedingungen nach dem Ende eines Aktionsangebots.

Als grobe Orientierung nennt die Verbraucherzentrale eine Reserve von zwei bis drei monatlichen Nettoeinkommen. Das ist keine feste Vorgabe für jede Familie. Prüfen Sie, welche laufenden Kosten anfallen und welche größeren Ausgaben absehbar sind. Halten Sie den Betrag, den Sie kurzfristig brauchen könnten, auf Tagesgeld und binden Sie ihn nicht im Festgeld.

Festgeld passt zu einem festen Sparziel

Wenn Sie für eine Ausgabe zu einem bestimmten Zeitpunkt sparen und das Geld bis dahin bestimmt nicht brauchen, bietet Festgeld einen festen Zinssatz für die vereinbarte Laufzeit. Vor dem Ende dieser Laufzeit kommen Sie in der Regel nicht an das Geld. Legen Sie deshalb nur den Betrag fest an, auf den Sie bis dahin verzichten können.

Prüfen Sie vor dem Abschluss, wann die Laufzeit endet und ob sich der Vertrag automatisch verlängert. Wenn Sie größere Beträge anlegen, können Sie sie auf verschiedene Laufzeiten verteilen. Dann wird ein Teil des Geldes früher wieder verfügbar, während andere Beträge länger gebunden bleiben.

Ein Sparbuch kann Kindern helfen

Ein Sparbuch zeigt Kindern, wie Einzahlungen ihr Guthaben wachsen lassen. So lernen sie anschaulich zu sparen, auch wenn das Sparbuch wenig Zinsen bringt. Bei kleinen Beträgen kann dieser Lerneffekt wichtiger sein, als jederzeit flexibel auf das Geld zugreifen zu können.

Bei größeren Abhebungen ist das Sparbuch weniger praktisch: Bei klassischen Sparbüchern ist der Betrag, der ohne Kündigung verfügbar ist, begrenzt. Für größere Abhebungen gilt normalerweise eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Schauen Sie in den Vertrag, bevor Sie Geld dort zurücklegen, das kurzfristig gebraucht werden könnte.

Läuft das Sparbuch oder Konto auf den Namen Ihres Kindes, gehört das Guthaben dem Kind. Mit 18 kann es selbst darüber verfügen. Überlegen Sie daher vorher, ob Sie dem Kind das Geld zu diesem Zeitpunkt überlassen möchten.

Einlagenschutz schützt nicht vor Inflation

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt Guthaben im Rahmen der geltenden Regeln. Dabei werden auch mögliche Zinsansprüche berücksichtigt. Prüfen Sie bei einem Angebot, bei welcher Bank das Geld liegt und welche Einlagensicherung gilt.

Der Schutz greift, wenn eine Bank zahlungsunfähig wird. Er gleicht keinen Kaufkraftverlust aus: Liegt der Zinssatz unter der Inflation, können Sie sich von Ihrem Guthaben später weniger kaufen. Vergleichen Sie deshalb Zinssatz und Verfügbarkeit gemeinsam. Entscheiden Sie nicht allein nach dem beworbenen Zinssatz.

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