Stilvoll und bequem durch die Schwangerschaft

Vor gut vierzig Jahren war es noch normal, dass Frauen ihren Bauch unter normaler Kleidung kaschierten. Seit Mitte der 1980er Jahre ist Umstandsmode verfügbar, die sich nicht nur dem größer werdenden Bauchumfang anpassen, sondern die auch noch modisch und stilvoll ist.

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Babyjahre: Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren
  • Remo H. Largo
  • Herausgeber: Piper Taschenbuch
  • Auflage Nr. 1 (11.01.2019)
  • Pocket Book: 576 Seiten

Muss Umstandsmode sein?

Nicht unbedingt! Wer Under-Hip Hosen trägt, eher schlank gebaut ist und oben rum mit einem sportlich weiten T-Shirt auskommt, der braucht definitiv keine spezielle Umstandsmode. Es gibt genug Frauen, die ihre Hosen und extraweiten Shirts durch die gesamte Schwangerschaft hindurch tragen. Schließlich fühlt man sich in den gewohnten Kleidern am wohlsten.

Alle anderen stellen schnell fest, dass die Boyfriend-Hose ab spätestens dem vierten Monat eben doch nicht mehr zugeht. Wenn die Tunika aufgrund des gewachsenen Brustumfangs unter den Armen spannt und der BH kneift, dann wird es wirklich Zeit für spezielle Mode für Schwangere. Ist eine Frau zum ersten Mal schwanger, stellt sich dieser Zeitpunkt vielleicht erst im sechsten oder siebten Schwangerschaftsmonat ein. Bei jedem weiteren Kind geht es etwas schneller, in der zweiten Schwangerschaft wird die weitere Kleidung oft schon im vierten Monat benötigt.

Der Bauch wächst beständig – die Kleidung wächst nicht immer mit

Umstandsmode muss hohe Ansprüche erfüllen. Die Kleidung soll nicht nur gut aussehen, sondern auch angenehm zu tragen sein. Sie soll aus atmungsaktiven, weichen und schadstofffreien Naturtextilien bestehen. Besonders angenehm ist in der Schwangerschaft Baumwolljersey, der jede Bewegung mitmacht und trotzdem ohne Elasthan auskommt. Hosen, die unter der Hüfte sitzen und im Bereich von Gesäß und Oberschenkeln etwas weiter geschnitten sind, können meist auch im ersten Jahr nach der Schwangerschaft noch getragen werden. Besonders toll: Diese Hosen passen wirklich bis kurz vor der Geburt. Erst dann, wenn das Kind im Becken nach ganz unten rutscht, wird es eng.

Bei Oberteilen sollte man darauf achten, dass sie lang genug sind. Wenn der Babybauch wächst, rutscht alles, was vorher noch bis zum Hosenbund ging, nach oben. Da klafft dann schnell eine Lücke um den Bauchnabel herum. Die kann zwar mit einem Bauchband, einem elastischen, breiten Baumwollband in trendigen Farben und passenden Mustern, geschlossen werden – aber eigentlich gehört das Bauchband als zusätzliche Kleiderschicht dazu, nicht als Lückenfüller. Außerdem führen viele Modehäuser und Onlineshops in ihrem Sortiment bequeme Basics für Schwangere, die sich leicht kombinieren lassen.

Hosen, Hemden – und was noch?

Wäsche. Das ist ganz wichtig. Denn BH und Hosen sowie die Nachtwäsche sollten auch in der Schwangerschaft gut sitzen und nicht kneifen. Da die Haut jetzt sensibler ist als sonst, sind pflanzliche Textilien wie Baumwolle und Leinen genau richtig. Weiches Modal ist dehnbar und auch eine pflanzliche Faser. Umstands-BHs und -blusen sind oft auch zum Stillen geeignet, sie lassen sich schnell und diskret öffnen.

Notlösungen für die Übergangszeit

Zu einem bestimmten Zeitpunkt sind die eigenen Kleider schon etwas eng, Umstandsmode aber noch viel zu üppig. Das ist ganz normal, auch wenn es frustriert. Zu diesem Zeitpunkt sind weite Tuniken, Hemdkleider, Röcke mit Gummizug statt Knopf und dergleichen sehr praktisch. Wenn es doch eine Hose sein muss, kann ein Softhaargummi die Lücke zwischen Hosenknopf und Knopfloch schließen. Mit diesem Haargummitrick geht die Lieblingshose wieder zu. Umstandsmode wird übrigens immer in der aktuellen, normalen Kleidergröße gekauft – die körperlichen Veränderungen der Schwangerschaft sind hier schon eingerechnet.

Bild: Bigstockphoto.com / Di Studio

Marianne

Marianne ist leidenschaftliche Mama und Bloggerin und berät online wie offline Familien rund um Erziehung, Ernährung & Partnerschaft. Auf familien-frage.de gibt sie Ihre Geheimnisse preis und bloggt über Alltägliches. Marianne ist außerdem die redaktionelle Leiterin von Familien-Frage.