Das Brummen eines Lautsprechers kommt oft von einem anderen Teil der Anlage, zum Beispiel von einem Audiokabel, einer angeschlossenen Quelle oder der Stromversorgung. Eine mögliche Ursache ist eine Brummschleife. Dabei sind mehrere Geräte über verschiedene Wege mit Masse verbunden. Eine kleine Spannung zwischen diesen Verbindungen erzeugt ein hörbares Brummen.
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Ein tiefer, gleichmäßiger Ton deutet auf Netzbrummen hin, zeigt aber nicht sicher, woher es kommt. Prüfen Sie Kabel, Geräte und deren Aufstellung Schritt für Schritt.
Woher das Brummen kommt
Eine Brummschleife entsteht, wenn verbundene Geräte über verschiedene Wege mit Masse oder Erde verbunden sind. Eine kleine Spannung zwischen diesen Verbindungen kann über das Audiokabel als Brummen hörbar werden. Das passiert zum Beispiel, wenn mehrere Geräte miteinander verbunden sind und an verschiedenen Stromanschlüssen hängen.
Ein lockeres, beschädigtes oder ungeeignetes Audiokabel kann ebenso stören wie ein fehlerhafter Eingang am Verstärker oder eine Signalquelle wie ein Computer. Prüfen Sie bei einem Plattenspieler zuerst die Masseleitung. Schließen Sie sie so an, wie es in der Geräteanleitung steht.
Elektrische Störungen können außerdem in Audiokabel gelangen. Verlegen Sie Signalkabel deshalb mit Abstand zu Stromkabeln, Netzteilen und Beleuchtung. Ein Dimmer oder eine Leuchtstofflampe lässt sich probeweise ausschalten, wenn sich das Brummen danach verändert.
Brummen von Rauschen unterscheiden
Ein tiefer, gleichmäßiger Ton klingt anders als Rauschen über einen breiten Frequenzbereich oder ein höheres Surren. Der Klang gibt einen Hinweis, reicht allein aber nicht für eine sichere Diagnose. Auch die Nutzung eines Computers kann das Geräusch verändern. Achten Sie darauf, ob sich der Ton ändert, wenn Sie die Maus bewegen oder auf ein Laufwerk zugreifen.
Aktive Lautsprecher können im eingeschalteten Zustand ein leises Eigenrauschen erzeugen. Ob das bei Ihrem Modell normal ist, erfahren Sie in der Bedienungsanleitung des Herstellers. Ein deutliches Brummen oder ein neues Geräusch sollten Sie trotzdem eingrenzen.
So finden Sie die Ursache
Drehen Sie die Lautstärke herunter oder schalten Sie die Geräte aus, bevor Sie Kabel umstecken. Prüfen Sie dann jeweils nur eine Verbindung, damit Sie erkennen, wodurch sich das Geräusch verändert.
- Geräusch beobachten: Hören Sie, ob das Brummen auch ohne Musik auftritt. Schalten Sie ein bestimmtes Gerät ein und achten Sie darauf, ob sich das Geräusch verändert.
- Signalquelle abtrennen: Trennen Sie bei ausgeschaltetem oder leise gestelltem Gerät das Signalkabel vom Verstärker oder Aktivlautsprecher. Verschwindet das Brummen, kommt die Störung wahrscheinlich von der Signalquelle, einem anderen angeschlossenen Gerät oder einer ihrer Verbindungen.
- Kabel und Eingänge prüfen: Stecken Sie die Verbindungen fest ein und achten Sie auf sichtbare Schäden. Testen Sie nach Möglichkeit ein bekannt funktionierendes Kabel und einen anderen Eingang.
- Geräte einzeln anschließen: Verbinden Sie die Geräte nacheinander wieder. Kehren Sie zum vorherigen Schritt zurück, sobald das Brummen wieder einsetzt.
- Kabel anders verlegen: Halten Sie Audiokabel von Stromleitungen, Netzteilen und Lampen fern. Vermeiden Sie unnötig lange oder aufgewickelte Kabel und schalten Sie verdächtige Störquellen probeweise aus.
- Stromanschluss vorsichtig prüfen: Ein gemeinsamer Stromanschluss für Audiogeräte kann bei einer Brummschleife helfen. Nutzen Sie eine Steckdose oder Leiste aber nur, wenn sie für die angeschlossenen Geräte ausgelegt ist. Überlasten Sie sie nicht.
- Plattenspieler kontrollieren: Prüfen Sie die Masseleitung und die übrigen Audioverbindungen nach der Anleitung Ihres Plattenspielers.
Brummt der Lautsprecher weiter, obwohl das Signalkabel abgezogen ist, testen Sie ihn nach Herstellerangaben an einem anderen geeigneten Ort oder Anschluss. So können Sie besser feststellen, ob die Störung über das Audiosignal kommt oder am Lautsprecher oder seiner Stromversorgung entsteht.
Schutzleiter nicht verändern
Entfernen oder überbrücken Sie niemals den Schutzkontakt eines Netzsteckers, denn dadurch kann die Schutzerdung aufgehoben und die Gefahr eines Stromschlags erhöht werden. Ein Audio-Ground-Lift ist eine dafür vorgesehene Funktion an bestimmten Audiogeräten und unterscheidet sich vom Entfernen des Schutzleiters am Netzkabel. Öffnen Sie keine Geräte und trennen Sie keine Schutzleiter selbst.
Ein symmetrisches Audiokabel, eine DI-Box oder ein Audio-Trennübertrager kann Störungen verringern, wenn die Anschlüsse dazu passen. Diese Lösungen eignen sich nicht für jede Anlage. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Ihre Geräte die jeweilige Verbindung unterstützen.
Wann Fachhilfe sinnvoll ist
Brummt der Lautsprecher auch ohne angeschlossene Signalquelle weiter, bleibt die Ursache nach den einfachen Prüfungen unklar oder zeigt das Gerät Anzeichen eines elektrischen Defekts, wenden Sie sich an den Hersteller oder einen Fachbetrieb. Öffnen Sie den Lautsprecher oder Verstärker nicht selbst.
