Was zeichnet einen rückenfreundlichen Schulranzen aus?

Der Schulranzen ist für Schulkinder nicht nur praktisch, sondern auch ein Statussymbol. Dennoch darf das Design nicht das alleinige Kriterium beim Kauf des Schulranzens sein. Viel zu häufig verursachen zu schwere und falsch eingestellte Ranzen Rückenschmerzen und Haltungsschäden. Deshalb gilt zunächst einmal, dass der Schulranzen laut TÜV leer nicht schwerer als 1300 Gramm sein sollte.

Unbedingt auf Gewicht und Form achten

Experten empfehlen besonders Ranzen im Hochformat. Dadurch schließt er in der Breite und Höhe mit dem Ende der Schultern ab und lässt sich besser tragen. Zwar sollte der Schulranzen schon leer nicht schwerer sein als 1,3 Kilogramm, Eltern sollten aber lieber ein kleines als ein zu leichtes Exemplar auswählen. Das Problem ist nämlich, dass Kinder den Platz im Schulranzen oft unendlich ausnutzen. Beim Rückenteil sollten Eltern auf eine gute Polsterung achten. Dafür bietet sich am besten die ergonomische Reliefpolsterung an, die für eine angenehme Druckverteilung sorgt. Auch die Schultergurte brauchen eine entsprechende Polsterung, damit der Schüler den Ranzen bequem tragen kann. Wenn die Gurte mindestens vier Zentimeter breit sind, ist das Gewicht zudem optimal verteilt. Absehen sollten Eltern von Umhängetaschen oder Rucksäcken. Geeignet sind nur Schulrucksäcke, die speziell für Kinderrücken hergestellt werden. Bei Trolleys besteht die Problematik, dass die Kinder den kleinen Koffer bei Treppenstufen oder dem Einsteigen in den Bus immer wieder anheben müssen.

Individuell auf den Kinderrücken einstellen

Neben Gewicht und Form des Schulranzens, ist natürlich die Anpassung an den Rücken des Schülers enorm wichtig. Dazu müssen beide Trageriemen zunächst gleich lang eingestellt sein. So sorgen sie für eine gleichmäßige Gewichtsverteilung auf beide Schultern und eine gerade Körperhaltung. Wenn die Riemen zu lang sind, übt der Ranzen zu starken Druck auf den Lendenwirbelsäulenbereich aus und führt eventuell zu einem Hohlkreuz. Auf der anderen Seite fördern zu enge Schultergurte einen Rundrücken. Gut für die Haltung ist es auch, wenn der Ranzen so senkrecht und eng wie möglich am Rücken anliegt. Die optimale Einstellung erreichen die Kinder, wenn sie mit dem Ranzen auf dem Rücken auf und ab hüpfen und dabei die Gurte festziehen. Dadurch endet der Schulranzen optimaler Weise mit der Oberkante auf Schulterhöhe und mit der Unterkante auf der Hüfte.

Der Schulranzen wächst mit

Eine Vielzahl an Herstellern bietet mittlerweile Schulranzen mit verstellbaren Rückensystemen an. Die Ranzen passen sich nicht nur den Kinderrücken individuell an, sondern wachsen mit den Kindern mit. Dadurch sitzt der Schulranzen nicht nur im ersten Schuljahr perfekt. Über mehrere Jahre können sie sich über einen hohen Tragekomfort freuen: Dafür sorgen breite Tragegurte sowie ein System aus Becken- und Brustgurten. Diese fixieren den Ranzen eng am Körper und entlasten so den Rücken. Wenn das Kind wächst, sind diese leicht verstellbar. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist das Belüftungssystem, das im Sommer zu starkes Schwitzen verhindert.

Richtiges Packen schont die Haltung

Obwohl die richtige Einstellung das Tragen erleichtert, sollte das Kind jeden Tag nur das Nötigste mit zur Schule nehmen. Entscheidend ist deshalb, dass der Schulranzen richtig gepackt ist. Eltern und Kinder sollten am Vortag gemeinsam schauen, welche Bücher und Materialien wirklich in den Ranzen gehören. Leere Flaschen und Brotdosen, aber auch Spielsachen und Kuscheltiere sollten regelmäßig aus dem Schulranzen entfernt werden. Das Gewicht im Inneren sollten außerdem möglichst gleichmäßig verteilt sein: Deshalb bietet sich für die schweren Bücher das Fach nah am Rücken an. Die leichten Materialien wie Hefte und Stifte können die Schüler auch weiter vorne einsortieren. Die Seitentaschen sind der beste Platz für Brotdosen und Trinkflaschen. So belastet der Schulranzen den anfälligen Kinderrücken möglichst wenig.

 

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