Wenn Sie eine Website öffnen, verbindet sich Ihr Browser über das Internet mit einem Server und ruft Inhalte ab. Das Internet verbindet Netzwerke weltweit. Das World Wide Web (Web) ist ein Dienst, der darauf läuft. Auch E-Mail nutzt das Internet.
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Eine Webadresse wie https://example.org/news gibt dem Browser an, welchen Inhalt er anfordern soll. Das Domain Name System (DNS) ordnet dem lesbaren Namen einer Website, dem Domainnamen, eine IP-Adresse zu. Das Internet Protocol (IP) leitet Datenpakete zwischen Netzwerken weiter. Das Hypertext Transfer Protocol (HTTP) regelt den Austausch zwischen Browser und Server.
Internet und Web
Das Internet verbindet Netzwerke, die von unterschiedlichen Organisationen und Einzelpersonen betrieben werden. Kein einzelner Betreiber kontrolliert das gesamte Netz. Router leiten Daten zwischen diesen Netzwerken weiter, bis sie ihr Ziel erreichen.
Das Web nutzt diese Infrastruktur, um Seiten und andere Ressourcen bereitzustellen. Wenn Sie eine Nachricht per E-Mail verschicken, verwenden Sie ebenfalls das Internet, aber nicht das Web. Im Alltag werden die Begriffe oft gleichgesetzt, obwohl sie unterschiedliche Dinge bezeichnen.
Was beim Öffnen einer Website passiert
Geben Sie eine Webadresse ein oder klicken Sie auf einen Link, verarbeitet der Browser zunächst die Adresse. Der darin enthaltene Domainname, etwa example.org, ist für Menschen lesbar. Damit der Browser den passenden Server erreicht, fragt er in der Regel DNS ab. DNS liefert Informationen, die dem Browser helfen, eine IP-Adresse für den Domainnamen zu finden. Zwischengespeicherte DNS-Antworten können eine erneute Abfrage überflüssig machen.
Eine IP-Adresse bezeichnet ein Gerät oder einen Netzwerkanschluss im Internet. IP hilft dabei, Datenpakete in Richtung ihres Ziels weiterzuleiten. IP allein sorgt jedoch nicht dafür, dass jedes Paket ankommt oder in der richtigen Reihenfolge eintrifft. Das Transmission Control Protocol (TCP) kann Daten zuverlässig und geordnet übertragen, indem es fehlende Daten erneut anfordert. Webverbindungen verwenden je nach Protokoll auch andere Transportverfahren.
Sobald der Browser eine Verbindung zum Server aufgebaut hat, sendet er eine Anfrage. HTTP legt fest, wie Browser und Server solche Anfragen und Antworten austauschen. Der Server antwortet beispielsweise mit dem Inhalt einer Seite. Darin können Verweise auf weitere Dateien stehen, die der Browser ebenfalls anfordert. Deshalb lädt eine Website häufig mehrere Ressourcen und nicht nur eine einzelne Datei.
Eine Webadresse lesen
Eine Webadresse, auch URL genannt, kann aus mehreren Teilen bestehen. Am Beispiel https://example.org/news?topic=web#basics lässt sich das erkennen:
httpsbezeichnet das Zugriffsverfahren.example.orgist der Hostname, über den der Browser den Server zu finden versucht./newsist der Pfad zur angefragten Ressource.- Die Abfrage
?topic=webenthält zusätzliche Angaben. #basicsverweist auf einen Abschnitt oder eine Ansicht innerhalb der Ressource.
Nicht jede Adresse enthält alle diese Teile. Außerdem muss der Pfad nicht dem Namen einer Datei auf dem Server entsprechen. Der Server kann anhand des Pfads entscheiden, welche Inhalte er zurückgibt. Der Fragmentteil nach # dient dem Browser zur Orientierung innerhalb der Ressource und wird nicht als Teil der Anfrage an den Server übertragen.
Wie der Browser eine Seite zusammensetzt
HTML beschreibt die Struktur einer Webseite mit Überschriften, Absätzen und Links, während CSS das Aussehen dieser Elemente festlegt. JavaScript kann die Seite um Funktionen und veränderliche Inhalte ergänzen. Bilder und weitere Dateien kommen als zusätzliche Ressourcen hinzu.
Der Browser verarbeitet die erhaltenen Daten und zeigt daraus die Seite an. Ein Link führt dabei zu einer weiteren Ressource, die der Browser anfragen kann. Wenn eine Seite unvollständig erscheint, liegt das daher nicht zwingend an der HTML-Datei: Auch ein fehlendes Bild, ein nicht geladenes Stylesheet oder eine fehlgeschlagene Anfrage für zusätzliche Inhalte kann die Darstellung verändern.
Was HTTPS schützt
Bei einer Adresse mit https schützt TLS, ein Protokoll für verschlüsselte Verbindungen, den Datenaustausch zwischen Browser und Server. TLS prüft außerdem die Identität des Servers anhand eines digitalen Zertifikats. So erschwert HTTPS das Mitlesen oder Verändern der übertragenen Daten auf dem Weg zum Server.
HTTPS bestätigt nicht, dass die Website ehrlich ist oder ihre Angaben stimmen. Prüfen Sie vor einer Anmeldung oder Zahlung den Domainnamen genau. Eine verschlüsselte Verbindung schützt die Übertragung zu der aufgerufenen Website, sie ist keine Empfehlung für deren Inhalte oder Betreiber.
Wie das Web entstand
Tim Berners-Lee entwickelte das World Wide Web 1989 am Forschungszentrum CERN, um den Austausch von Informationen unter Wissenschaftlern zu erleichtern. Der erste Browser entstand 1990. Am 30. April 1993 stellte CERN die Websoftware öffentlich bereit. Diese Ereignisse markieren wichtige Schritte in der Geschichte des Webs, nicht den Beginn des Internets. Internet und Web sind miteinander verbunden, haben aber unterschiedliche Geschichten.
